Panorama

Großeinsatz in der Domstadt Mann nimmt Geisel am Kölner Hauptbahnhof

Am Kölner Hauptbahnhof sieht sich die Kölner Polizei mit einer Geiselnahme konfrontiert. Polizei und Feuerwehr sind mit einem Großaufgebot am Breslauer Platz im Einsatz. Der Zugverkehr ist komplett eingestellt.

Die Geiselnahme von Köln ist mittlerweile beendet. Aktuelle Informationen dazu finden Sie hier.

Großeinsatz in der Kölner Innenstadt: Im Bereich des Hauptbahnhofs hat sich ein Geiselnehmer verschanzt, wie die Polizei bestätigte. Kräfte der Polizei und der Feuerwehr sind mit einem Großaufgebot vor Ort im Einsatz, wie die Behörden mitteilten. Inzwischen ist der komplette Hauptbahnhof gesperrt worden. Das teilte die Deutsche Bahn mit. Die Polizei rief über Lautsprecher alle Reisenden zum Verlassen des Bahnhofs auf. Am Nachmittag teilte die

Ein verletztes Mädchen war aus dem Hauptbahnhof ins Krankenhaus gebracht worden. Ob deren Verletzungen in einem Zusammenhang mit der derzeit laufenden Geiselnahme in einer Apotheke stehe, müsse aber erst noch untersucht werden, sagte eine Polizeisprecherin.

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Der Zugverkehr wurde inzwischen eingestellt. "Die Polizei hat den Hauptbahnhof komplett gesperrt, dementsprechend werden die Züge großräumig umgeleitet - das gilt für den Fernverkehr", sagte eine Sprecherin von DB NRW. "Sämtliche RE-Linien und S-Bahnen werden umgeleitet und oder enden vorzeitig", schrieb die Bahn zudem auf Twitter. Da auch die Schnellstrecke nach Frankfurt nach einem ICE-Brand gesperrt ist, steht nahezu der komplette Bahnverkehr rund um Köln derzeit still.

Die ersten Alarmmeldungen erreichten die Behörden gegen 12.45 Uhr, wie lokale Medien berichteten. Unter Berufung auf Sicherheitskräfte war zunächst nur von einer "Bedrohungslage" in einer Apotheke die Rede. Dort soll ein Mann eine Frau in seine Gewalt gebracht haben. Die Polizei ist mit zahlreichen Kräften vor Ort und hat Kontakt zu dem Geiselnehmer.

Öffentlichkeit soll Bereich meiden

Zeugen meldeten sich bei der Polizei mit Hinweisen, dass im Inneren des Gebäudes mehrere Schüsse gefallen sein sollen. Die Polizei wollte diese Angaben nicht bestätigen. "Wir haben derzeit keine Hinweise auf Schüsse", hieß es. Auch zur Bewaffnung des Täters seien keine bestätigten Informationen vorhanden, so ein Polizeisprecher.

Die Polizei rief die Öffentlichkeit dazu auf, den Bereich rund um den Breslauer Platz zu meiden. Zugleich warnten die Behörden vor vorschnellen Vermutungen: "Bitte warten Sie auf offizielle Informationen und verbreiten Sie keine Gerüchte und Spekulationen!"

Der an den Hauptbahnhof angrenzende Breslauer Platz wurde von der Polizei komplett gesperrt. Neben einem üblicherweise stark frequentierten Eingang ins Kölner U-Bahnnetz befindet sich dort auch der zentrale Busbahnhof.

Der Kölner Hauptbahnhof ist einer der wichtigsten Eisenbahnknoten am Rhein, er liegt im Stadtzentrum direkt neben dem Kölner Dom. Täglich durchströmen ihn rund 1300 Züge und bis zu 280.000 Reisende auf elf Gleisen.

Quelle: ntv.de, mmo/fzö/dpa