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Missbrauch und Sperma im Essen Mann sperrt Frau in Keller und verkauft sie

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imago/ZUMA Press

Eine Frau aus Polen erleidet zwei Jahre lang ein Martyrium. Ihr Ehemann sperrt sie in den Keller und lässt sie hungern. Doch das ist noch längst nicht alles: Er bietet die Frau auch zur Vergewaltigung an.

Es ist eine unvorstellbare Tat, die sich im polnischen Parszczyce abspielte: Vier Jahre lang wird eine Frau von ihrem Partner und anderen Männern missbraucht und vergewaltigt. Zwei Jahre lang schließt Marius Sz. seine Frau sogar im eigenen Keller ein. Die Frau kann sich weder frei bewegen noch hat sie genügend Essen. Sie muss hungern, physische und psychische Qualen erleiden, wie das britische Online-Magazin "metro.co.uk" berichtet.

Der Ehemann peinigt sein Opfer auf mehrere Arten: Die Frau muss zeitweise eine Tüte über ihrem Kopf tragen und mit Sperma gefüllte Sandwiches essen. Doch als wäre das alles nicht schon erniedrigend und schlimm genug, lässt der Mann seine Frau auch von anderen Männer vergewaltigen. Er bietet sie für umgerechnet etwa fünf Euro seinen beiden Brüdern und einem Freund an.

Irgendwie gelingt es der Frau nach zwei langen Jahren, aus dem Keller zu fliehen. Als sie sich bei der Polizei meldet, greift die aber erst bei der dritten Aufforderung ein, denn zunächst glauben die Beamten ihr nicht. Schlussendlich gelingt es der Frau aber doch, sie zu überzeugen. Der Ehemann und die anderen beiden Männer werden festgenommen.

Vor Gericht stellt sich heraus, wie sehr die Frau von ihrem Peiniger überwacht worden ist. Selbst eigenständige Körperpflege war ihr nicht möglich. Der Ehemann wird zu 25 Jahren Haft verurteilt. Die drei anderen Männer könnten für bis zu 15 Jahre ins Gefängnis kommen. Ob sie die einzigen Täter waren, ist noch unklar. Möglicherweise haben sich noch mehr Personen an der Frau vergangen.

Der Fall erinnert an den österreichischen Kriminalfall von Josef Fritzl, der seine Tochter 24 Jahre in den Keller sperrte und immer wieder vergewaltigte. Die Tochter brachte in dieser Gefangenschaft sieben Kinder zu Welt.

Quelle: n-tv.de, sgu

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