Panorama

Sohn unter Mordverdacht Mann während Videokonferenz erstochen

Ein Zoom-Call mit rund zwanzig Menschen: Plötzlich fällt ein 72-jähriger Mann aus dem Bild, die anderen hören ihn nur noch schwer atmen. Vor ihren Bildschirmen werden sie wohl Zeugen eines Mordes.

Einem Mann in den USA wird vorgeworfen, seinen Vater während eines Video-Gruppenanrufs getötet zu haben. Das 72-jährige Opfer sei während einer Unterhaltung auf der Plattform Zoom in seinem Haus in Long Island vor den Toren New Yorks erstochen worden, berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf die Polizei. Der "New York Times" zufolge sollen sich zur Tatzeit etwa 20 Menschen in dem Gruppenanruf befunden haben.

Sie hätten gemerkt, dass der Mann nicht mehr zu sehen war. Darauf seien mehrere Anrufe bei der Polizei eingegangen. Ein Polizist sagte der lokalen Nachrichtenseite "Newsday": "Sie haben nur gesehen, wie er aus dem Bild gefallen ist und dann haben sie ihn schwer atmen gehört." Der mordverdächtige 32-jährige Sohn wurde kurze Zeit später verhaftet.

Mehrere Teilnehmer der Zoom-Konferenz hätten den Angriff live verfolgt und konnten der Polizei daraufhin den Sohn beschreiben, berichtet die "New York Times". Demnach sei dieser nach der Tat durch ein Fenster geflüchtet, wobei er sich verletzte, da die Wohnung seines Vaters im zweiten Stock lag. Die Anklage werde nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus verlesen. Die Hintergründe der Tat blieben zunächst unklar.

Quelle: ntv.de, lwe/dpa