Panorama

Gewalt unter RockernMann wegen Schuss auf "Bandido" vor Gericht

20.05.2019, 17:58 Uhr
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Im Landgericht wurden hohe Sicherheitsvorkehrungen getroffen. (Foto: picture alliance/dpa)

Vor dem Landgericht Hagen wird ein Mann angeklagt, der einen Rocker der "Bandidos" angeschossen haben soll. Der Richter verhängt zu Prozessbeginn aus Sicherheitsgründen ein sogenanntes Kuttenverbot.

Unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen hat in Hagen der Prozess gegen ein Mitglied des Motorradclubs "Freeway Riders" begonnen. Der 58-jährige Angeklagte soll am 5. Oktober 2018 vor einem Café in Hagen aus einem Auto heraus auf ein Mitglied der "Bandidos" geschossen haben.

Das 26-jährige Opfer war in den Bauch getroffen worden und hatte den Anschlag nur dank einer Not-Operation überlebt. Hintergrund der Tat soll die Rivalität der beiden Rockerclubs sein. Für die Dauer des Prozesses ist rund um das Hagener Landgericht ein "Kuttenverbot" verhängt worden.

Die Motorradkutten symbolisieren die jeweilige Zugehörigkeit zu den Clubs und sind im Rockermilieu ein wichtiges Zeichen. Doch vor dem Landgericht dürfen damit keine Embleme der Rockerclubs gezeigt werden. Dem Angeklagten droht eine Verurteilung wegen Mordversuchs.

Immer wieder ist es in der Vergangenheit zu Eskalationen und Gewalttaten im Umfeld verschiedener Rockerbanden gekommen. Zu den bekanntesten Gruppierungen der Rockergangs zählen die "Bandidos" und die "Hells Angels". In diesem Zusammenhang wird oft von einem "Rockerkrieg" gesprochen.

Quelle: sgu/dpa

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