Panorama

Attacke in HongkongMann wirft mit Brandsatz in U-Bahn

10.02.2017, 16:58 Uhr
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Polizisten vor der U-Bahnstation Tsim Sha Tsui. (Foto: REUTERS)

Viele Verletzte in Hongkong: Ein Mann wirft einen Molotow-Cocktail in einer U-Bahn. Der Waggon fängt Feuer. Ein Verdächtiger wird gefasst. Die Polizei geht Berichten zufolge nicht von einem Terroranschlag aus.

Ein Mann hat in Hongkong in einer voll besetzten U-Bahn mit einem Molotow-Cocktail geworfen. Das Feuer verletzte Berichten zufolge 17 Menschen. Zwei Opfer seien lebensgefährlich, sechs schwer verletzt worden, berichtete der Radiosender RTHK. Der Täter sei bei dem Feuer ebenfalls verletzt worden. Er habe sich mit der benzingefüllten Flasche selbst in Brand gesteckt. Videos im Internet zeigten Flammen in einem U-Bahn-Wagen und einen auf dem Bahnsteig liegenden Mann, dessen Kleidung brannte.

Unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, dass ein Verdächtiger festgenommen wurde. Es handle sich nach Polizeiangaben um einen 60-Jährigen. Der Mann sei schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es weiter. Demnach hat er zugegeben, das Feuer ausgelöst zu haben, als der Zug in Richtung der Station Tsim Sha Tsui fuhr. Auf dem Weg zum Krankenwagen habe er persönliche Probleme erwähnt. In mehreren Medienberichten ist von zerrütteten Familienverhältnissen die Rede. Die Behörden gehen demnach bisher nicht von einem terroristischen Hintergrund aus.

"Ich sah Feuer zwei Waggons weiter. Es gab viel Rauch", sagte der Augenzeuge Ray Chau der "South China Morning Post". Der Rauch in einem Waggon habe schnell den ganzen Zug erfüllt. "Eben spielten wir noch mit unseren Handys, dann war plötzlich überall Rauch." Einige Zuggäste hätten gedacht, es habe eine Explosion gegeben. "Viele Leute schrien." Die Polizei prüft demnach, ob der Mann die anderen Passagiere angreifen oder sich selbst anzünden wollte. Nach Informationen der Zeitung soll er "verbrenne euch zu Tode" gerufen haben, bevor er den Brandsatz anzündete.

Quelle: hul/dpa

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