Panorama

US-Militärstützpunkt auf Hawaii Matrose tötet zwei Menschen in Pearl Harbor

AP_19339106567513.jpg

Ein Matrose hat auf dem US-Militärstützpunkt Pearl Harbor-Hickam auf Hawaii zwei Zivilisten getötet.

(Foto: AP)

Ein Angehöriger der US Navy eröffnet im US-Militärstützpunkt Pearl Harbor das Feuer auf Zivilisten. Zwei von ihnen sterben. Anschließend richtet sich der Schütze selbst. Das Motiv ist unklar.

Auf dem US-Marinestützpunkt Pearl Harbor in Hawaii hat ein Matrose auf Zivilisten geschossen und zwei von ihnen getötet. Anschließend erschoss sich der Matrose, teilte Konteradmiral Robert Chadwick mit. Eine weitere Person sei verletzt und in stabilem Zustand, hieß es.

*Datenschutz

Bei den Opfern handelte es sich den Angaben zufolge um zivile Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums. Die Marine leitete Ermittlungen ein, um die Hintergründe des Schusswaffenangriffs aufzuklären. Demnach seien die Schüsse gegen 14.30 Uhr Ortszeit gefallen. Unmittelbar nach den Schüssen wurde die gesamte Anlage hermetisch abgeriegelt. Später sei die Sperre wieder aufgehoben worden, twitterte das Militär.

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe eines Trockendocks unweit des Südeingangs des weitläufigen Stützpunkts, der sowohl von der US-Marine als auch von der US-Luftwaffe genutzt wird. Pearl Harbor ist einer der größten Stützpunkte der US Navy im Pazifik. Das dazugehörige Hickam ist ein Stützpunkt der US Air Force.

Symbolträchtiger Ort

Die Schüsse fielen drei Tage vor dem 78. Jahrestag des Überfalls auf Pearl Harbor: Am 7. Dezember 1941 waren bei einem Überraschungsangriff der japanischen Luftwaffe auf die US-Pazifikflotte mehr als 2400 US-Soldaten getötet worden. Daraufhin traten die Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg ein.

In den USA gibt es immer wieder Schusswaffenangriffe, jedes Jahr kommen dabei fast 40.000 Menschen ums Leben. Wegen der häufigen Angriffe gibt es in den USA regelmäßig kontroverse Debatten über das lockere Waffenrecht.

Quelle: ntv.de, cri/bad/dpa/AFP