Panorama

Kannten sich Täter und Opfer? Mehrere Verletzte nach Attacke in Frankfurt

Beamte der Spurensicherung sichern Blutspuren auf dem Gehweg in der Frankfurter Niddastraße.

Beamte der Spurensicherung sichern Blutspuren auf dem Gehweg in der Frankfurter Niddastraße.

(Foto: dpa)

Ein Mann greift im Frankfurter Bahnhofsviertel mutmaßlich mit einem Messer mehrere Menschen an und verletzt dabei vier Personen - drei von ihnen schwer. Ein Tatverdächtiger befindet sich in Gewahrsam, doch noch sind viele Fragen zum Tathergang offen.

Ein Mann hat im Frankfurter Bahnhofsviertel mehrere Menschen vermutlich mit einem Messer attackiert und verletzt. Die Polizei konnte nach der Tat am Morgen einen Tatverdächtigen festnehmen, wie die Beamten nun mitteilten. Laut einer Polizeisprecherin wurden vier Menschen durch den Angreifer verletzt, drei von ihnen schwer. Weitere Einzelheiten etwa zum Hintergrund der Tat wurden zunächst nicht bekanntgegeben.

"Gegen neun Uhr kam es zu einer tätlichen Auseinandersetzung, bei der mutmaßlich ein Messer eingesetzt worden ist. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt", sagte Polizeisprecher Thomas Hollerbach während der Ermittlungsarbeit am Tatort.

"In der Folge haben wir einen tatverdächtigen Mann festnehmen können." Unklar blieb zunächst, ob der mutmaßliche Täter die Opfer gezielt oder wahllos attackiert hatte. "In welcher Beziehung sie stehen, ob sie sich kennen, ob es vorher einen Streit gab, das alles ist noch unklar", sagte der Polizeisprecher. Das alles sei Gegenstand der Ermittlung.

Polizei nutzt Drohne für Aufklärung

Wenige Meter weiter auf dem Bürgersteig an der Ecke Niddastraße und Moselstraße war am Vormittag noch eine Blutlache zu sehen. Außerdem fanden sich Blutspritzer an einem Schaufenster eines Cafés in der Niddastraße. Mehrere Mitarbeiter der Spurensicherung waren in weißen Ganzkörperanzügen unterwegs, um Hinweise zu sichern.

Bei ihren Ermittlungen setzte die Polizei auch eine Drohne ein, zudem wurden Zeugen befragt. Auch wird geprüft, ob es Videoaufzeichnungen gibt, auf denen Teile des Geschehens festgehalten wurden, wie Hollerbach erklärte. Die fast menschenleeren Straßen im Bahnhofsviertel, dem Hotspot der Frankfurter Drogenszene, waren großräumig abgesperrt.

Die Beamten hatten nach der Festnahme über Twitter und Lautsprecherdurchsagen an die Bevölkerung Entwarnung gegeben. "Es besteht keine Gefahr mehr", hieß es in einem Tweet.

Quelle: ntv.de, ysc/dpa

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