Panorama

1000 Menschen in NRW betroffen Mennoniten-Gemeinde muss in Quarantäne

Abstrich für das Testverfahren auf das Virus SARS-CoV-2. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Die gesamte Mennoniten-Gemeinde soll auf Corona getestet werden. (Symbolbild)

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild)

Im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen wird bei einer zwölfköpfigen Familie, die einer evangelischen Freikirche angehört, eine Corona-Infektion nachgewiesen. Hunderte Menschen müssen nun in Quarantäne und auf das Virus getestet werden.

Nach der Corona-Infektion von 13 Mitgliedern einer Familie in Euskirchen hat das Kreis-Gesundheitsamt Quarantäne für Hunderte Mitglieder einer freikirchlichen Gemeinde angeordnet. Nach Angaben eines Behördensprechers ist die Euskirchener Mennoniten-Gemeinde - eine evangelische Freikirche, der auch die betroffene Familie angehört - komplett betroffen. Nach der Familie sollen die Gemeindemitglieder noch diese Woche auf das Virus getestet werden - den Angaben zufolge rund 1000 Menschen.

Zunächst sei die Mutter der Familie mit Krankheitssymptomen ins Krankenhaus gekommen und Corona-positiv getestet worden, sagte Behördensprecher Wolfgang Andres. Bei weiteren Testungen habe sich gezeigt, dass auch der Vater und elf der 13 Kinder Corona-positiv seien. "Die Kinder sind vorher noch in die Schule gegangen, in die eigene Schule der Mennoniten. Und die Familie ist wohl auch noch in den Gottesdienst in das Bethaus der Mennoniten gegangen", sagte Andres. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass das Virus verbreitet worden sei.

Der Kreis habe von der Mennoniten-Gemeinde eine Liste mit rund 500 Namen erhalten. Diese Menschen würden mit ihren Kindern getestet. Das seien insgesamt rund 1000 Personen. Die Quarantäne-Anordnung gelte für die ganze Gemeinde. Schule und Bethaus der Mennoniten seien geschlossen worden.

Quelle: ntv.de, ysc/dpa