Vier Tonnen Kokain an BordMexikanische Marine fängt Drogen-U-Boot im Pazifik ab
Im Pazifik geht mexikanischen Einsatzkräften ein Drogen-U-Boot ins Netz. An Bord befinden sich mehrere Tonnen Kokain. Erst vergangene Woche gelang der Marine in der Nähe ein ähnlicher Schlag gegen das organisierte Verbrechen.
Die mexikanische Marine hat vor der Pazifikküste des Landes ein Drogen-U-Boot mit bis zu vier Tonnen Kokain an Bord abgefangen. Dies teilte Sicherheitsminister Omar Garcia Harfuch mit. Zudem seien drei Personen festgenommen worden, erklärte Harfuch auf X. Die Behörden hätten damit allein in der vergangenen Woche fast zehn Tonnen der Droge bei maritimen Einsätzen sichergestellt. "Dies stellt einen direkten Schlag in mehrfacher Millionenhöhe gegen die Finanzen des organisierten Verbrechens dar", schrieb der Minister.
Nach Angaben der Marine erfolgte die Beschlagnahmung mehr als 460 Kilometer südwestlich der Hafenstadt Manzanillo im Bundesstaat Colima. Demnach waren an der Operation ein Hochseeboot, zwei Flugzeuge, zwei Hubschrauber sowie zwei Patrouillenboote beteiligt. Nachrichtendienstliche Informationen seien von US-Behörden bereitgestellt worden.
Bereits in der vergangenen Woche hatten amerikanische und mexikanische Behörden in einem gemeinsamen Einsatz mehrere Tonnen Kokain auf einem Schiff vor Manzanillo sichergestellt. "Etwa 188 Pakete mit mehreren Tonnen Kokain" seien auf dem Schiff vor der Insel Clarión beschlagnahmt worden, teilte die mexikanische Marine am vergangenen Mittwoch mit. Mehrere Menschen seien bei dem Einsatz verletzt worden.
Um ihre illegalen Waren unentdeckt zu transportieren, setzen Schmuggler aus Lateinamerika seit einigen Jahren Drogen-U-Boote ein. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um sogenannte Halbtaucher. Das sind selbstgebaute Boote, die größtenteils unter der Wasseroberfläche fahren und deshalb auf Radar- und Satellitenbildern kaum zu sehen sind. Anders als echte U-Boote können sie aber nicht vollständig tauchen.
