Panorama

Kopfschmuck im Wiener Museum Mexiko will berühmte Azteken-Krone zurück

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Die Federkrone soll zurück nach Mexiko - eine "fast unmögliche Mission".

(Foto: picture-alliance / dpa)

Die Federkrone des berühmten Azteken-Herrschers Montezuma befindet sich seit Jahrhunderten nicht mehr im Besitz Mexikos - zurzeit liegt die Reliquie im Museum von Wien. Das soll sich ändern. Dafür schickt der mexikanische Präsident eigens seine Frau nach Österreich.

Mexiko hat seine Bemühungen zur Wiedererlangung eines prachtvollen Kopfschmucks des einstigen Azteken-Herrschers Montezuma (auch Moctezuma) aus Österreich verstärkt. Präsident Andrés Manuel López Obrador erteilte seiner Ehefrau den Auftrag, bei einem Besuch in Wien auf die Rückgabe des wertvollen Objekts zu dringen, wie der Staatschef auf Twitter mitteilte.

López Obrador bezeichnete die Mission seiner Frau, der Journalistin und Schriftstellerin Beatriz Gutiérrez Müller, jedoch gleichzeitig als "fast unmöglich". Österreich habe die Federkrone komplett für sich vereinnahmt, twitterte er. Der Staatschef veröffentlichte ein Foto, das seine Frau zusammen mit dem österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen zeigt.

Die neue Initiative zur Rückerlangung des historischen Stücks gab López Obrador am Jahrestag der Ankunft des Seefahrers Christoph Kolumbus am 12. Oktober 1492 auf dem amerikanischen Kontinent bekannt. In Mexiko wird dieser Tag in Anerkennung der gemischten indigenen und europäischen Wurzeln der Bevölkerung und Kultur des Landes begangen. Die Rückgabe von Montezumas Kopfschmuck, der im Weltmuseum Wien ausgestellt ist, fordert Mexiko allerdings bereits seit Jahren. Das Stück besteht aus Hunderten Federn des Vogels Quetzal und ist mit mehr als 1000 Goldplättchen besetzt.

Auf welchen genauen Wegen der Kopfschmuck nach Österreich gelangte, ist unklar. Historiker gehen aber davon aus, dass Montezuma, der von 1502 bis 1520 herrschte, die Federkrone zusammen mit anderen Kostbarkeiten dem spanischen Eroberer Hernán Cortés schenkte und dieser dann den Schmuck an den damaligen Kaiser Karl V. schickte. Der Habsburger herrschte sowohl über Spanien als auch über Österreich.

Quelle: ntv.de, mba/AFP