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Robert Durst plädiert im Fall Susan Berman auf nicht schuldig.
Robert Durst plädiert im Fall Susan Berman auf nicht schuldig.(Foto: REUTERS)
Freitag, 09. November 2018

US-Immobilienerbe vor Gericht: Millionär bestreitet Mord an Studienfreundin

Während der Dreharbeiten zu einer Doku-Serie gesteht ein Millionär versehentlich mehrere Morde: Ein ehemaliger Nachbar ist tot, seine Frau verschwunden. Jetzt steht Robert Durst im Verdacht, eine Bekannte erschossen zu haben. Er bestreitet die Tat.

Der wegen Mordes angeklagte New Yorker Millionär Robert Durst hat die Vorwürfe gegen ihn vor einem Gericht in Kalifornien zurückgewiesen. Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft in Los Angeles plädierte der 75-jährige Immobilienerbe auf "nicht schuldig".

Ihm wird vorgeworfen, im Jahr 2000 seine langjährige Bekannte Susan Berman in Los Angeles erschossen zu haben. Die beiden kannten sich seit Studienzeiten in den 60er Jahren. Ein Richter in Los Angeles erklärte, es gebe ausreichend Beweise, um dem 75-Jährigen wegen des Mordes an Berman den Prozess zu machen.

Die Anklage legt nahe, dass Durst Berman aus dem Weg schaffen wollte, weil sie als mögliche Zeugin im Fall seiner 1982 verschwundenen Frau Kathleen McCormack hätte auftreten können. Durst steht im Verdacht, für das Verschwinden seiner Ehefrau verantwortlich zu sein.

Angeklagter hat sich in Doku-Serie offenbar verplappert

Durst war im März 2015 in New Orleans festgenommen und wenig später nach Kalifornien ausgeliefert worden. Er sitzt seither in Untersuchungshaft. Zuvor war die HBO-Fernsehdokumentation "The Jinx: The Life and Deaths of Robert Durst" ("Der Unglücksbringer: Das Leben und die Tode des Robert Durst") ausgestrahlt worden. Darin hatte Durst offenbar unbeabsichtigt eine Art Mordgeständnis abgelegt.

Der Multimillionär war sich anscheinend nicht bewusst, dass das Mikrofon angeschaltet war, als er die Waschräume aufsuchte. Dabei murmelte er vor sich hin: "Was habe ich nur getan? Ich habe sie natürlich alle getötet." Später sagte er, er habe bei den Dreharbeiten unter dem Einfluss von Drogen gestanden.

In einer Auseinandersetzung hatte Durst 2001 in Texas seinen Nachbarn erschossen und dessen Leiche zerstückelt. Zwei Jahre später wurde er aber überraschend wegen Notwehr freigesprochen. Der 75-Jährige hatte ausgesagt, seinen Nachbarn versehentlich beim Gerangel um die Waffe erschossen zu haben.

Im Fall der ermordeten Berman muss Durst am 14. Januar erneut vor Gericht erscheinen.

Quelle: n-tv.de