Attacke in ArmutsviertelMindestens zwölf Tote bei Schießerei in Südafrika

In einem Armutsviertel eines Vororts von Johannesburg kommt es zu einer Schießerei. Der Schusswechsel mit Maschinenpistolen geht Zeugenaussagen zufolge über eine Stunde. Dabei werden viele Menschen getötet und verletzt.
Bei einem bewaffneten Angriff in Südafrika sind der Polizei zufolge mindestens zwölf Menschen getötet und neun weitere verletzt worden. Eine Gruppe von etwa zehn mit Maschinengewehren Bewaffneten fiel demnach am Dienstagabend gegen 23 Uhr in ein Armutsviertel in Cleveland nahe der Wirtschaftsmetropole Johannesburg ein und eröffnete das Feuer.
Die Tatverdächtigen kamen laut der Polizei in einem weißen Van und griffen die Siedlung von zwei Seiten an. Unter den Todesopfern befinden sich den Angaben zufolge neun Männer und drei Frauen. Der Schusswechsel habe mehr als eine Stunde gedauert, sagte ein Anwohner dem Fernsehsender eNCA.
Das Motiv für die Tat ist bisher unklar. Die Polizei leitete eine Großfahndung nach den Tätern ein. Bislang sei jedoch niemand festgenommen worden. Zahlreiche Waffen der Täter seien am Tatort sichergestellt worden.
In Südafrika gibt es zahlreiche legale und illegale Waffen. Schusswaffenangriffe kommen häufig vor. Zudem sollen Schießereien in Armutsvierteln laut einem Bericht der BBC im Land sehr häufig sein. Oftmals stecken Rivalitäten zwischen kriminellen Banden dahinter.
Südafrika, das zu den beliebtesten Touristenzielen in Afrika gehört, verzeichnet eine hohe Rate an Gewaltverbrechen. 2024 registrierte Südafrikas Polizei 26.232 vorsätzliche Tötungen in dem Land mit rund 65 Millionen Einwohnern. Das sind etwa 72 pro Tag, davon sollen 15 der Opfer Frauen sein. Statistiken zeigen zudem, dass jede dritte Frau in Südafrika in ihrem Leben sexuell missbraucht oder belästigt wurde.