Panorama

Delikater Fall in Bayern Mitarbeiter von Autobahn-Teststelle infiziert

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Der Fall ereignete sich an der Autobahn-Raststätte Donautal-Ost.

(Foto: dpa)

Kurz hinter der deutsch-österreichischen Grenze können sich Reisende auf das Coronavirus testen lassen. An einer der Teststellen bei Passau wird nun ein Fall eines infizierten Mitarbeiters bekannt. Rund 40 weitere Personen müssen vorübergehend in Quarantäne.

Ein Mitarbeiter einer Teststation an der A3 bei Passau ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das zuständige Gesundheitsamt bestätigte den Fall. Laut Bayerischem Rundfunk (BR) handelt es sich um einen Mitarbeiter des privaten Laborunternehmens Eurofins, das die Teststelle an der Raststätte Donautal-Ost betreibt.

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Der positive Befund kam demnach schon Mitte vergangener Woche und führte zu weiteren Maßnahmen: Der Mitarbeiter hatte am 10. August Kontakt zu mehreren freiwilligen Helfern des Bayerischen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdiensts und des THW. Diese mussten sich in Quarantäne begeben und wurden getestet - alle mit negativen Befunden.

Der Fall hat weitergehende Folgen über die Teststelle hinaus: Rund 40 Personen fielen damit für andere Tätigkeiten in der Region aus, etwa für Einsätze im Rettungsdienst. Ein Vertreter des Malteser Hilfsdienstes sagte, bei drei Personen, die hauptamtlich im Rettungsdienst tätig seien, würde noch ein zweites Mal getestet. "Wir müssen hier absolut auf Nummer sicher gehen", zitiert der BR den Vertreter.

Weitere Probleme mit Autobahntests

Seit dem 30. Juli können sich Reisende an Autobahnen in Grenznähe in Bayern freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Auch an den Hauptbahnhöfen von München und Nürnberg hat die bayerische Staatsregierung Teststellen eingerichtet.

Am vergangenen Mittwoch war bekannt geworden, dass die Ergebnisse von 44.000 Tests, die an den mobilen Testzentren genommen worden waren, noch nicht bei den Betroffenen gelandet waren. Auch am Sonntag waren noch nicht alle positiv Getesteten informiert. Von 903 mit dem Coronavirus Infizierten konnten 46 noch nicht ausfindig gemacht werden.

Quelle: ntv.de, jog