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Ex-Mann und Vater tötet fünf Mal Mutter gegen Todesstrafe für Kindsmörder

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Der Angeklagte ist schuldig gesprochen worden, seine fünf Kinder getötet zu haben.

(Foto: AP)

Ein Mann aus South Carolina muss sich vor Gericht für den Mord an seinen fünf Kindern verantworten. Seine Ex-Frau und Mutter der Opfer will dennoch verhindern, dass er für seine Taten zum Tode verurteilt wird.

Vor einem US-amerikanischen Gericht hat sich eine Frau gegen die Todesstrafe für ihren schuldigen Ex-Mann ausgesprochen. Über den Fall berichten mehrere US-Medien.

Tim Jones droht die Todesstrafe, doch seine Ex-Frau Amber Kyzer will das unter Tränen verhindern: Auch wenn ihr Ex-Mann die fünf gemeinsamen Kinder ermordet hat, möchte sie nicht, dass der 37-Jährige hingerichtet wird. In einem Statement versucht sie, die Jury von ihrem Standpunkt zu überzeugen.

Sie erklärt, dass sie schon immer eine Gegnerin der Todesstrafe gewesen sei und sich deswegen auch in diesem Fall dagegen ausspreche. Kyzer meint, dass die Kinder ihren Vater geliebt und nicht gewollt hätten, dass er stirbt. Weiterhin gab sie zu Protokoll, dass sie aber jegliche Entscheidung des Gerichts akzeptieren werde. Laut Medienberichten nahm das Publikum im Gerichtssaal diese Äußerung überrascht zur Kenntnis. Schließlich hatte der Mann laut "NBC News" nicht nur die Kinder ermordet, sondern ihre Leichen auch in Mülltüten auf einem Abhang verscharrt.

Kinder bereits vor fünf Jahren ermordert

Jones wurde bereits vergangene Woche von der Jury schuldig gesprochen, seine fünf Kinder im Sommer 2014 ermordet zu haben. Der Mann sei ausgerastet, als der sechsjährige Sohn mit einer Steckdose gespielt habe - danach hätte er alle Kinder getötet. Laut Berichten soll die Mutter der ein bis acht Jahre alten Kinder ihrem Ex-Mann aus finanziellen Gründen das Sorgerecht übertragen haben.

Im Prozess sagte der Angeklagter aus, dass er wollte, dass alle Kinder gemeinsam in den Himmel kämen. Die Verteidigung des Mannes hatte zuvor vergeblich auf "nicht schuldig" plädiert, da er aufgrund einer Schizophrenie nicht zurechnungsfähig sei.

Quelle: n-tv.de, sgu

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