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Keine Verbindung nach RügenNach Eis legt Niedrigwasser die Hiddensee-Fähre lahm

09.02.2026, 10:51 Uhr
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Die Fähre "Vitte" am Anleger in Schaprode auf Rügen. Erst war Eis das Problem, nun Niedrigwasser. (Foto: picture alliance/dpa)

Seit gut zwei Wochen drücken starke Winde das Wasser aus dem Bodden zwischen den Inseln Rügen und Hiddensee. Da der Wasserstand zu niedrig ist, kann die einzige Fähre zwischen beiden Inseln derzeit nicht fahren. Die Bewohner saßen kürzlich bereits auf Hiddensee fest.

Die Fähre "Vitte" muss erneut ihre Fahrten zwischen den Inseln Rügen und Hiddensee einstellen. Grund ist laut Reederei diesmal Niedrigwasser im Schaproder Bodden, wie der NDR berichtet. Zunächst hieß es, zwei Fahrten am Morgen würden im Tagesverlauf ausfallen, mittlerweile teilte die Reederei auf ihrer Website mit, dass alle weiteren Fahrten ebenfalls nicht angeboten werden können.

Grund ist laut Reederei FRS Weiße Flotte das Niedrigwasser im Bodden zwischen den Inseln. Aktuell gebe es vor allem Südostwind der Stärken 3 bis 4. Die seit Anfang Januar bestehende Windlage drückt das Wasser langsam aus der westlichen Ostsee hinaus in Richtung der Beltsee zwischen Deutschland, Dänemark und Schweden. Dies habe zu historischen Tiefständen an vielen Messpunkten geführt.

So meldete das schwedische Landsort-Norra laut NDR den niedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 1886. Laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie liegt der derzeitige Wasserstand in Neuendorf auf Hiddensee etwa 30 Zentimeter unter dem normalen Pegel. Laut der Prognose könnte es noch einige Tage dauern, bis er sich dem Normalstand wieder annähert.

Besonders deutlich würde sich das in flachen Boddengewässern zeigen, dort würden Häfen flach und Fahrrinnen schnell kritisch werden und sind dann nicht mehr sicher befahrbar. Die Reederei erklärte, dass die Versorgung mit den Fährfahrten sehr empfindlich auf Wasserstand, Windrichtung und Wetter reagiere.

Kürzlich keine Fahrt wegen Eisschaden

Das Fährschiff, das nach einem der Orte auf der Insel benannt ist, ist das einzige, das die beiden Inseln im Winter miteinander verbindet. Bis zum vergangenen Samstag konnte die Fähre bereits rund zwei Wochen nicht fahren - allerdings aufgrund eines Eisschadens. Einheimische hatten infolgedessen Probleme, auf das Festland zu kommen.

In der Zwischenzeit hatte der Tonnenleger "Görmitz" Waren auf die Insel gebracht. Dieser Schiffstyp wird eigentlich verwendet, um Tonnen zu Wasser zu lassen, die Fahrrinnen markieren. Nachdem die "Vitte" in Stralsund repariert wurde, gelang am Freitag die Überfahrt zurück in ihr Einsatzgebiet. Nach nur zwei Tagen Einsatz ist nun erneut Zwangspause für Fahrten zwischen Rügen und Hiddensee.

Quelle: ntv.de, als

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