Panorama

Nach rund eineinhalb Jahrzehnten Nachtzug Paris-München-Wien fährt wieder

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Ab Dezember soll der Nachtzug auf der neuen Linie verkehren.

(Foto: picture alliance/dpa/APA)

Mehrere Bahnen Europas haben vereinbart, die internationalen Verbindungen über Nacht wieder auszubauen. Im Dezember kommt nun eine neue Linie hinzu. Sie verkehrt auf der Strecke des früheren "Orient Express".

Zwischen Paris, München und Wien gibt es vom 13. Dezember an nach vielen Jahren der Unterbrechung wieder eine Nachtzugverbindung. Die beteiligten Bahnen stellten den Fahrplan und die Zusammenstellung des Zuges vor, der für die Strecke rund 14 Stunden benötigt. Wie die SNCF in Paris mitteilte, fährt der Zug dreimal in der Woche und hält unter anderem in Straßburg, Karlsruhe, München-Ost und Rosenheim.

Der Zug besteht aus sieben Waggons mit 360 Plätzen. Es gibt Sitzwagen, Liegewagen und Schlafwagen. Der Zug wird von der französischen, österreichischen und deutschen Bahn gemeinsam betrieben, eingesetzt werden ÖBB-Nightjet-Wagen. Plätze können ab sofort gebucht werden. Alle Waggons verfügen über Duschen, in den Liege- und Schlafwagen wird Frühstück serviert und im Schlafwagen auch warme Speisen à la carte.

Die Neue Verbindung ist Teil einer Vereinbarung der Bahnen zum Neustart mehrerer Nachtverbindungen. Ebenfalls ab Dezember dieses Jahres startet ein Zug zwischen Zürich, Köln und Amsterdam, ab 2023 soll nach Angaben der französischen Bahngesellschaft SNCF auch wieder ein Nachtzug zwischen Paris und Berlin fahren.

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"Die Wiedereinführung der Nachtzüge verkörpert unser Bestreben, den Anteil der Bahn an der Mobilität der Franzosen und der Europäer auszubauen, ganz im Einklang mit dem wachsenden Wunsch unserer Kunden nach mehr Ökologie", sagte der SNCF-Vorstand für Personenverkehr, Christophe Fanichet.

Die Nachtzugverbindung zwischen Paris und Wien war 2007 eingestellt worden. Bis dahin verkehrte auf der Strecke der "Orient-Express", der seinen einstigen Luxus und weit entfernte Zielbahnhöfe aber schon lange zuvor eingebüßt hatte.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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