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Nach Leipzig jetzt München Nächste Stadt verbietet sexistische Werbung

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Auch in Bremen werben Plakate für die Abschaffung sexistischer Werbung.

(Foto: picture alliance / Carmen Jasper)

Im Mai verbietet die Stadt Leipzig nackte Haut auf öffentlichen Werbeflächen, jetzt zieht München nach. Künftig ist es dort untersagt, frauenfeindliche und gewaltverherrlichende Motive auf städtischen Reklamenflächen zu präsentieren.

Sexistische Werbung gehört in München ab sofort der Vergangenheit an. Das hat die Stadtrats-Vollversammlung auf einen Antrag von Rathaus-Grünen und Rosa Liste hin beschlossen. Wirtschaftsreferat und die Stadtwerke (SWM), die Werbeflächen an Straßen und öffentlichen Plätzen vermieten, können damit Plakate und Spots ablehnen, die zu viel nackte Haut, anstößige Bilder oder Gewaltdarstellungen zeigen.

Genauer ist das beispielsweise Werbung, die "die sexuelle Attraktivität der Frau ohne Sachzusammenhang" zeigt, sowie Reklame, die Frauen "demütig oder lächerlich macht". Auch Motive, die den Eindruck erwecken, dass Frauen "Waren sind oder als deren Zugabe erworben werden können", sind nicht mehr erwünscht. Ebenfalls tabu ist Werbung, die "zu Gewalt gegen Frauen oder Kinder" auffordert.

In Leipzig war die Bemalung eines Waffel-Verkaufswagens auf dem Stadtfest Stein des Anstoßes. Die in keinem Zusammenhang mit der angebotenen Ware dargestellte Dame in Unterwäsche sorgte bei Kommunalpolitikerinnnen für Unmut und brachte die Debatte ins Rollen. Schließlich beschloss der Stadtradt im Mai ein Verbot sexistischer Werbung auf städtischen Flächen. Leipzig gilt damit als bundesweiter Vorreiter bei der Regulierung. Im Berliner Stadtteil Friedrichshain-Kreuzberg gibt es ein solches Verbot allerdings schon seit 2014. Anfang des Jahres zog auch der Bezirk Mitte nach. 

Quelle: n-tv.de, nan

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