Panorama

Berühmter Felsen in Australien Nationalpark verbietet Besteigung des Uluru

Der Uluru ist eine beliebte Sehenswürdigkeit in Australien. Doch Klettertouren sind auf dem über 300 Meter hohen Felsen ab sofort tabu. Wer sich dem Verbot widersetzt, muss künftig mit einer empfindlichen Strafe rechnen.

Auf Australiens bekanntestem Berg, dem Uluru, ist das Klettern ab sofort verboten. Der Aufstieg auf den 348 Meter hohen Felsen in der australischen Wüste wurde um Punkt 16 Uhr Ortszeit (8.30 Uhr MESZ) gesperrt. Die Verwaltung des Nationalparks kam damit jahrzehntelangen Bitten der australischen Ureinwohner, der Aborigines, nach. Für sie ist der rot schimmernde Berg heiliges Gelände.

Wer gegen das Verbot verstößt, muss mindestens 630 australische Dollar, knapp 390 Euro, zahlen. Kurz vor dem Verbot ließen sich Tausende Touristen die Chance nicht entgehen, ein letztes Mal auf den Felsen zu klettern. Auch am Nachmittag waren noch viele Menschen am Uluru unterwegs. Die Ranger des Nationalparks rechnen damit, dass erst am Abend die letzten Touristen unten sein werden. Am Wochenende soll es, zusammen mit Aborigines, eine Feierstunde zur Schließung geben. Nächste Woche wird dann die Kette abmontiert, an der man sich bislang nach oben hangeln konnte.

Der Uluru - früher auch Ayers Rock genannt - ist trotz seiner bescheidenen Höhe gefährlich. Der Fels ist nicht nur steil, sondern auch extrem glatt. Mindestens 37 Menschen kamen im Lauf der vergangenen Jahrzehnte dort ums Leben. Zuletzt starb im Juli 2018 ein 73 Jahre alter Japaner. Nach historischen Aufzeichnungen wurde der Berg erstmals 1873 von einem Weißen bestiegen.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa