Panorama

Nach starkem Druck Niederlande ziehen Impfstart vor

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Zunächst soll das Pflegepersonal geimpft werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Obwohl die Niederlande bereits eine große Impfstoff-Lieferung bekommen haben, finden dort bislang keine Impfungen gegen das Coronavirus statt. Die Weigerung stößt auf großes Unverständnis. Nach öffentlichem Druck gibt die Regierung nun doch nach.

Unter starkem Druck von Medizinern und Öffentlichkeit wollen die Niederlande den Impfstart nun doch vorziehen. Zunächst sollen 30.000 Mitarbeiter in Krankenhäusern gegen das Coronavirus geimpft werden, teilte das Gesundheitsministerium in Den Haag mit. In der nächsten Woche solle in zehn Kliniken damit begonnen werden. Über den genauen Termin soll am Montag entschieden werden. Die Niederlande sind das einzige Land der EU, das noch nicht impft.

In einer Lagerhalle in Oss im Osten des Landes liegen seit Tagen ungenutzt rund 175.000 Dosen des Impfstoffs von Biontech und Pfizer. Ursprünglich sollte nach einem symbolischen Start am 8. Januar erst am 18. Januar landesweit in 25 Zentren geimpft werden. Zunächst sollten nur Pflegeheimmitarbeiter geimpft werden. Das Klinikpersonal sollte erst sehr viel später an der Reihe sein. Das Ministerium hatte bisher einen früheren Impftermin als nicht ausführbar abgewiesen.

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Vertreter der Krankenhäuser und Intensivstationen hatten jedoch gefordert, so schnell wie möglich die Mitarbeiter der akuten medizinischen Versorgung zu impfen. Krankenhäuser können dem Druck kaum noch standhalten. Durch zunehmende Patientenzahlen und starke Ausfälle beim Pflegepersonal stoße die medizinische Versorgung an ihre Grenzen.

Quelle: ntv.de, lri/dpa