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Der Gesundheitszustand von Formel-1-Legende Niki Lauda ist zwar nicht lebensbedrohlich, aber ernst.
Der Gesundheitszustand von Formel-1-Legende Niki Lauda ist zwar nicht lebensbedrohlich, aber ernst.(Foto: picture alliance/dpa)
Sonntag, 12. August 2018

Probleme mit Lunge und Nieren: Niki Lauda geht es wieder schlechter

Vor wenigen Tagen setzten Ärzte Niki Lauda eine neue Lunge ein. Zunächst ging es der Formel-1-Legende den Umständen entsprechend gut. Doch nun verschlechtert sich sein Zustand. Laudas Körper nimmt das neue Organ noch nicht an.

Bei einer Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch berichteten Ärzte noch äußerst optimistisch über die gelungene Lungentransplantation bei Niki Lauda. Einer der Mediziner erklärte, dass die Formel-1-Legende gute Chancen habe, "in ein für ihn normales Leben" zurückkehren.

Doch nun soll es Lauda wieder schlechter gehen, wie das österreichische Portal oe24 berichtet. Demnach bereiten den Ärzten die Nieren Sorgen. Lauda brauche einen Dialysekatheter. Zudem habe sein Körper die neue Lunge noch nicht angenommen. Dies sei zwar nicht ungewöhnlich, der Prozess könne länger dauern. "Die Gefahr einer Abstoßung ist im ersten Jahr am höchsten", wird Thoraxchirurg Dr. Peter Jaksch von dem Portal zitiert. Die Lunge neige außerdem stärker dazu als andere Organe.

Niki Lauda wird im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) in Wien behandelt. Die Klinik gehört mit rund 120 Lungen-Transplantationen im Jahr zu den fünf größten Zentren dieser Art weltweit. Insgesamt wurden an der Klinik bisher knapp 2000 Lungen verpflanzt. Die Überlebensrate der Patienten liegt nach Angaben des AKH nach fünf Jahren bei 75 Prozent.

Gesundheitszustand ist "ernst"

Der Gesundheitszustand von Lauda sei "dem Vernehmen nach ernst, aber derzeit nicht lebensbedrohlich", schreibt das Portal weiter. Nach einer Organtransplantation könnten immer wieder Komplikationen auftreten. Für die Spitzenmediziner sei das Routine. Allerdings sagten die Ärzte geplante Interviews kurzfristig wieder ab.

In der Pressekonferenz vor wenigen Tagen hatten die Mediziner erklärt, dass Lauda zunächst wegen einer Entzündung der Lungenbläschen im AKH behandelt worden sei. Doch dann habe das Immunsystem begonnen, die Lunge zu attackieren, so dass eine Transplantation nötig wurde. Laudas Lebenserwartung habe zu diesem Zeitpunkt nur noch wenige Tage, maximal Wochen betragen, hatte Prof. Konrad Hötzenecker erklärt.

Quelle: n-tv.de