Panorama

Zahl steigt auf 72 Noch mehr Infizierte nach 2G-Party in Münster

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Nach Bekanntwerden des Ausbruchs hatte die Stadt Münster das Hygienekonzept des Clubs als vorbildlich gelobt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Trotz 2G-Bedingungen haben sich bei einer Party in Münster mittlerweile bereits 72 Besucher mit Corona infiziert. Weitere Ansteckungen sind wahrscheinlich, sagt die Stadtverwaltung. Verstöße vonseiten der Clubbetreiber oder bei den Impfnachweisen können bisher nicht festgestellt werden.

Die Zahl der bekannt gewordenen Corona-Infektionen unter den Besuchern der "2G"-Clubparty in Münster ist auf 72 gestiegen. Davon kämen 55 Gäste aus Münster, die übrigen Personen wohnten in der erweiterten Region, teilte die Stadt mit. "Auch ein Mitarbeiter des Clubs ist infiziert", hieß es.

Insgesamt hatten am 3. September rund 380 Menschen an der Partynacht teilgenommen. Für den Zutritt galt die 2G-Regel, das heißt, nur Geimpfte oder Genesene wurden reingelassen. "Weitere Ansteckungen sind wahrscheinlich, da vereinzelt noch Infektionsmeldungen mit Bezug zu dem Club-Event eintreffen." Auf die Infektion aufmerksam geworden seien die Betroffenen aufgrund milder Symptome oder durch eine Meldung ihrer Corona-Warn-App auf dem Smartphone. Die Impfung schütze zwar vor einer schweren Erkrankung, eine Ansteckung und weitere Übertragungen seien hingegen nicht auszuschließen, betonte Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer vergangene Woche.

Von den Infizierten aus Münster forderte das Gesundheitsamt Impfnachweise an. Bisher hätten keine Verstöße bei den Impfnachweisen festgestellt werden können, berichtete die Stadt. Auch sonst habe sich der Club nach bisherigem Kenntnisstand an die rechtlichen Rahmenbedingungen und behördlichen Auflagen gehalten.

Nach Bekanntwerden des Ausbruchs hatte die Stadt Münster das Hygienekonzept des Clubs als vorbildlich gelobt: Nicht nur hatte der Club nur immunisierten Menschen Zutritt gewährt, auch die Lüftungsanlagen überträfen laut Wartungsfirma die Anforderungen. Das Gesundheitsamt empfahl allen Gästen der Party, einen Bürgertest vornehmen zu lassen. Bei Symptomen sollten sich die Partygäste an einen Hausarzt wenden.

Quelle: ntv.de, hek/dpa

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