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Verwaltung sieht Erfolg Nur 15 Kinder schaffen Aufnahmetest für Gymnasium in Berlin

05.03.2026, 15:35 Uhr
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Grundlage für eine Gymnasialempfehlung sind die Leistungen der Grundschüler in Mathe, Deutsch und der ersten Fremdsprache. (Foto: picture alliance / DZBA)

Wer in Berlin von der Grundschule auf ein Gymnasium wechseln möchte, braucht eine entsprechende Empfehlung der Lehrer. Die einzige Alternative ist der Aufnahmetest in Form eines Probeunterrichts - doch den besteht gerade einmal ein Bruchteil der teilnehmenden Schüler.

Gerade einmal 15 von 1223 Schülerinnen und Schüler ohne Gymnasialempfehlung haben in diesem Jahr den Probeunterricht in Berlin bestanden. Dies teilt die Bildungsverwaltung Berlin mit. Damit schafften gerade einmal 1,22 Prozent der Kinder den Aufnahmetest zum Gymnasium. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr gelang es noch 51 von 2000 teilnehmenden Kindern (2,6 Prozent), ihre gymnasiale Eignung in Berlin nachzuweisen und eine entsprechende Empfehlung zu erhalten. Die Zahl ist demnach noch einmal deutlich gesunken.

In Berlin erhalten Grundschülerinnen und Grundschüler der Jahrgangsstufe 6 Empfehlungen für den Übergang auf eine weiterführende Schule. Grundlage dafür sind die Leistungen in Deutsch, Mathematik und einer ersten Fremdsprache. Wer eine entsprechende Empfehlung erhält, darf sich direkt an einem Gymnasium anmelden. Wer die Empfehlung nicht erreicht und trotzdem an ein Gymnasium wechseln möchte, muss seine Eignung in einem Probeunterricht nachweisen. Die Regelung gilt seit diesem Schuljahr nach einer Novellierung des Schulgesetzes. Zuvor hatte es ein Probejahr gegeben.

Rund die Hälfte aller Grundschülerinnen und -schüler erreichten laut der Bildungsverwaltung eine direkte Empfehlung für ein Gymnasium. Vorausgesetzt wird eine Durchschnittsnote von 2,3 in Deutsch, Mathe und der Fremdsprache in den zwei jüngsten Zeugnissen. Jene Schüler, die sich für den Probeunterricht angemeldet haben, erreichten Noten von etwa 2,7 bis 3,0, gibt die Verwaltung weiter bekannt.

Dass die Zahl der Schüler, die den Aufnahmetest nicht bestanden, derart hoch ausfällt, wertet die Bildungsverwaltung als Erfolg ihres Einstufungssystems. "Die Ergebnisse bestätigen erneut, dass der festgelegte Grenzwert für die Gymnasialempfehlung sorgfältig gewählt wurde und eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Lernen am Gymnasium darstellt", heißt es. Und: Zugleich unterstreichen sie die hohe fachliche Qualität der Förderprognosen der Berliner Grundschullehrkräfte.

Quelle: ntv.de, spl

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