Erstmals seit über sechs JahrenOklahoma richtet Mann mit Giftspritze hin

Nachdem es 2015 zu mehreren Pannen bei Hinrichtungen gekommen war, ist es lange Zeit ruhig in den Hinrichtungskammern des US-Bundesstaats Oklahoma. Jetzt wurde dort mit dem 60-jährigen John Marion Grant erstmals seitdem wieder ein Mensch getötet.
Erstmals seit mehr als sechs Jahren haben die Behörden im US-Bundesstaat Oklahoma wieder einen Todeskandidaten hinrichten lassen. Der verurteilte Mörder John Marion Grant wurde in einem Gefängnis in McAlester mit einer Giftspritze getötet. Der heute 60-Jährige war 1999 wegen Mordes an einer Mitarbeiterin einer Gefängnis-Cafeteria zum Tode verurteilt worden - die Tat hatte er als Insasse begangen.
Der Supreme Court ließ die von einem anderen Gericht verfügte Aussetzung der Vollstreckung kurz vor der Hinrichtung aufheben. In Oklahoma waren Hinrichtungen nach Pannen mit Giftspritzen 2015 ausgesetzt worden. Anfang vergangenen Jahres erklärten die zuständigen Behörden in dem Bundesstaat dann, wieder Hinrichtungen mit der Giftspritze vollstrecken zu wollen. Eine "zuverlässige Versorgung" mit Medikamenten sei gewährleistet.
Bei der bislang letzten Hinrichtung in Oklahoma im Jahr 2015 war ein Mittel eingesetzt worden, das für eine Exekution gar nicht vorgesehen war. Zwei Hinrichtungen endeten in diesem Jahr für Häftlinge mit einem qualvollen Tod und sorgten international für einen Aufschrei des Entsetzens.
Nach Angaben des Death Penalty Information Center stehen am 18. November und am 9. Dezember die nächsten beiden Hinrichtungen in Oklahoma an. In 27 von 50 US-Bundesstaaten ist die Todesstrafe weder abgeschafft noch durch ein Moratorium ausgesetzt worden.