Panorama

München kann Reißleine ziehen Söder glaubt an erstes Oktoberfest seit 2019

214449257.jpg

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder trinkt zum Auftakt der Wiesn 2019 frisch gezapftes Bier zusammen mit dem Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wegen der Corona-Pandemie ist die Wiesn zwei Mal ausgefallen. Im September soll es das große Comeback geben. Die Vorbereitungen laufen, Bayerns Ministerpräsident Söder zeigt sich optimistisch. Und die Wiesn-Wirte sind voller Vorfreude, wollen aber auf gasbetriebene Heizstrahler verzichten.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder geht trotz des Krieges in der Ukraine samt Energiekrise und steigender Corona-Infektionszahlen von der Durchführung des Oktoberfestes aus. "Was ist schon sicher auf dieser Welt. Aber ich glaube, sie wird stattfinden, die Wiesn", sagte der CSU-Chef im Interview mit "München.TV". Die Reißleine könne nur noch die Stadt München ziehen - der Freistaat werde das Fest nicht verbieten, sagte er.

Vom 17. September an soll wieder auf der Theresienwiese in München das größte Volksfest der Welt gefeiert werden. In den vergangenen beiden Jahren war es wegen der Corona-Krise abgesagt worden.

Die Entscheidung, dass die Wiesn 2022 stattfinden soll, hatte Oberbürgermeister Dieter Reiter Ende April verkündet. Kürzlich sagte der SPD-Politiker allerdings dem Bayerischen Rundfunk angesichts steigender Corona-Zahlen auch, er hoffe, dass man das Thema "nicht noch kurzfristig diskutieren" müsse.

Zwei Monate vor dem Oktoberfest zeigten sich die Wiesnwirte dagegen zuversichtlich. "Ja, die Wiesn 2022 findet statt!", sagte Wirtesprecher Peter Inselkammer am Montagabend in München bei der Vorstellung des traditionellen Wirtekrugs. "Die Gäste wollen alle kommen. Die Reservierungsanfragen sind enorm."

Keine Heizstrahler mit Gas

Das Bier ist eingebraut, das Personal weitgehend rekrutiert, der Aufbau der Zelte läuft. "Wir wollen, dass das Fest stattfindet", sagte auch der zweite Wirtesprecher Christian Schottenhamel.

Die Wirte gehen nicht davon aus, dass die drohende Gaskrise dem Volksfest zum Verhängnis werden könnte. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Gas für Essen und Trinken abgestellt wird", sagt Schottenhamel. Die Wirte werden dieses Jahr aber auf gasbetriebene Heizstrahler verzichten. Auch sonst werde bereits stark auf Klimafreundlichkeit geachtet, etwa mit solarthermisch gewonnenem Warmwasser, betonte Schottenhamel.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen