Panorama

Zeichen zum Reformationsjubiläum Papst auf historischer Schweden-Reise

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Auf dem Flughafen wird Franziskus von Ministerpräsident Stefan Löfven empfangen.

(Foto: imago/epd)

Es ist erst das zweite Mal überhaupt, dass ein Papst nach Schweden reist. Dieses Mal ist es eine besonders wichtige Reise: Franziskus gedenkt mit lutherischen Geistlichen der Reformation. Das gilt als wichtiges ökumenisches Zeichen.

Mit einem Besuch beim Treffen des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Schweden hat Papst Franziskus ein wichtiges Zeichen für die Ökumene gesetzt. Das Oberhaupt der katholischen Kirche flog am Montag ins südschwedische Malmö, um von dort zu einem ökumenischen Gottesdienst zum Auftakt der Feierlichkeiten zum 500-jährigen Reformationsjubiläum im nahen Lund zu fahren. Am Flughafen wurde Franziskus von Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven begrüßt.

An dem Gedenkgottesdienst nehmen neben dem katholischen Kirchenoberhaupt der LWB-Präsident Munib Younan sowie LWB-Generalsekretär Martin Junge teil. Einen Teil der Liturgie übernimmt der "Ökumene-Minister" des Vatikan, Kardinal Kurt Koch. In dem Gottesdienst in Lund wird von Papst Franziskus und Bischof Younan ein gemeinsames Wort anlässlich des katholisch-lutherischen Reformationsgedenkens unterzeichnet.

Auftakt zum Reformationsjubiläum

In Lund spricht auch die in Deutschland geborene lutherische Erzbischöfin der Schwedischen Kirche, Antje Jackelén. Parallel findet zudem eine ökumenische Großveranstaltung in einem Sportstadion in Malmö statt. Insgesamt geht es den Veranstaltern darum, den 500. Jahrestag des überlieferten Thesenanschlags von Martin Luther ökumenisch und international zu feiern.

Der Lutherische Weltbund ist die Dachorganisation von weltweit mehr als 72 Millionen lutherischen Christen in 145 Kirchen in 98 Ländern. Gegründet wurde er am 1. Juli 1947 in Lund. Deshalb treffen sich Franziskus und die LWB-Spitzen zum Auftakt der Feiern in der südschwedischen Kleinstadt.

Das Festjahr endet am 31. Oktober 2017, genau 500 Jahre nach dem angeblichen Thesenanschlag Martin Luthers in Wittenberg. Die Veröffentlichung der Thesen gegen die Missstände der Kirche jener Zeit gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte.

Quelle: ntv.de, fma/epd/AFP

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