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Vatikan erkennt Wunderheilung an Papst wird Mutter Teresa heiligsprechen

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Mutter Teresa ist bereits Selige. 2016 soll ihre Heiligsprechung folgen.

(Foto: dpa)

Zeit ihres Lebens setzt sich Mutter Teresa für die Ärmsten der Armen ein. Weil sie dabei ein Wunder vollbracht haben soll, wird sie 2003 seliggesprochen. Nun erkennt der Papst ein zweites Wunder der Ordensfrau an - und ebnet damit den Weg zu deren Heiligsprechung.

Die Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa wird heiliggesprochen. Papst Franziskus stimmte der Empfehlung der zuständigen Kongregation im Vatikan zu, wie der Kirchenstaat mitteilte. Der weltberühmten Nonne wird damit das für die Heiligsprechung nötige zweite Wunder zugeschrieben. Dabei soll es sich um die unerklärliche Heilung eines schwer kranken Mannes handeln.

Das Datum für die Zeremonie der Heiligsprechung muss noch bei einem Treffen des Papstes mit den Kardinälen (Konsistorium) festgelegt werden. Laut der Zeitschrift der italienischen Bischöfe, "Avvenire", soll die Zeremonie am 4. September als ein Höhepunkt des Heiligen Jahres in Rom erfolgen. Wie "Avvenire" weiter berichtet, war vor wenigen Tagen bei einer Expertensitzung eine Mutter Teresa zugeschriebene Wunderheilung eines Brasilianers bestätigt worden. Als erstes Wunder gilt, dass eine arme Inderin von einem Tumor im Bauch geheilt wurde, nachdem sie ein von Mutter Teresa gesegnetes Amulett aufgelegt hatte.

Mutter Teresa wurde 1910 im heutigen Skopje geboren. Seit 1950 kämpfte sie gegen das Leid der Ärmsten der Armen im indischen Kalkutta, wo sie den Orden der "Missionarinnen der Nächstenliebe" gründete. 1979 wurde sie mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, was sie weltweit bekannt machte. Zeit ihres Lebens verteidigte Mutter Teresa die traditionellen Werte der katholischen Kirche. Scheidung, Empfängnisverhütung und Abtreibung lehnte sie strikt ab. 1997 starb sie im Alter von 87 Jahren in Kalkutta.

2003 wurde Mutter Teresa von Papst Johannes Paul II. bei einer Zeremonie in Rom vor 300.000 Gläubigen seliggesprochen. Ihre Heiligsprechung im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit dürfte erneut zahlreiche Gläubige nach Rom locken. Selige und Heilige werden in der katholischen Kirche als Vorbilder christlichen Lebens verehrt. Zuletzt hatte Papst Franziskus die Päpste Johannes Paul II. und Johannes XXIII. heiliggesprochen.

Quelle: ntv.de, cri/AFP/dpa