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"Wolodymyr Selenskyj Platz" Petition: Neuer Name für Adresse der russischen Botschaft

Eine Petition will den Platz vor der Russischen Botschaft umbenennen lassen.

Eine Petition will den Platz vor der russischen Botschaft umbenennen lassen.

(Foto: IMAGO/Pacific Press Agency)

Die Adresse der russischen Botschaft in Berlin soll künftig einen anderen Namen tragen. Dafür sammelt eine Initiative derzeit Unterschriften. Konkret soll statt Unter den Linden "Wolodymyr Selenskyj Platz" auf Briefköpfen stehen. Mehrere Tausend Unterschriften hat die Initiative bereits gesammelt.

Auf der Plattform Change.org sammelt derzeit eine Initiative Unterschriften, um einen Teilabschnitt der Berliner Straße Unter den Linden umzubenennen. Sie will dafür einen Antrag beim Berliner Abgeordnetenhaus und Senat einreichen. Konkret geht es um die Hausnummern 63 - 65, da wo die russische Botschaft zu finden ist. Nach Wunsch der Initiative soll dieser Abschnitt künftig "Wolodymyr Selenskyj Platz" heißen - was allerdings orthographisch nicht ganz korrekt wäre. Streng genommen müssten Bindestriche eingefügt werden, die Adresse also "Wolodymyr-Selenskyj-Platz" heißen. Im Petitionstext wird "Selenksyj" dann auch einmal alternativ mit einfachem "i" am Ende geschrieben.

Die neue Adresse solle eine Anerkennung für den mutigen Europäer Selenskyj sein, dem möglicherweise letzten freigewählten Präsidenten der Republik Ukraine, erläutert die Initiative ihr Vorhaben. Derzeit haben 9959 Menschen die Petition unterschrieben. Mit ihrem Vorstoß will die Initiative ein "Beispiel auch für andere Hauptstädte Europas sein."

"Jedes Zeichen der demokratischen Entschiedenheit, jedes Bild der Unterstützung für den gewählten Präsidenten einer überfallenen Nation, jedes Lachen auch im Angesicht der Bedrohung, könnte das Sandkorn sein, das hilft, die Zerstörung zu bremsen", heißt es weiter.

Zuvor hatte eine Initiative rund um den Gesamtverband der deutschen Werbeagenturen bei einer Aktion den Platz vor der russischen Botschaft in Berlin in "Freedom Square" umbenannt. Mit Vordrucken zum Download sollten Plätze und Straßennamen bundesweit temporär beklebt werden. Damit sollte auf die Angriffe des russischen Militärs auf zivile Einrichtungen auf dem "Freedom Square" in Charkiw aufmerksam gemacht werden.

Das ukrainische Außenministerium hatte bei Twitter ein Video veröffentlicht, das einen Raketeneinschlag direkt auf dem zentralen Freiheitsplatz zeigt. Charkiw liegt in der Ostukraine und ist die zweitgrößte Stadt des Landes.

(Dieser Artikel wurde am Samstag, 19. März 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, ysc

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