Panorama

Prozess um Verbrauchertäuschung Pferdefleisch-Betrüger müssen ins Gefängnis

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500 Tonnen Pferdefleisch waren auf dem europäischen Markt im Umlauf.

(Foto: picture alliance / dpa)

2013 kommt einer der größten Lebensmittel-Skandale Europas ans Licht: Mehrere Verantwortliche sollen Hunderte Tonnen Pferdefleisch als Rind verkauft haben. Nun werden vier Männer wegen Verbrauchertäuschung zu Haftstrafen verurteilt.

Sechs Jahre nach dem europaweiten Skandal um Pferdefleisch hat ein Pariser Gericht vier Verantwortliche zu Gefängnisstrafen verurteilt. Zwei Jahre Haft lautet das Urteil für den niederländischen Händler Johannes Fasen, der den Betrug organisiert hatte. Der frühere Chef der französischen Fleischverarbeitungs-Firma Spanghero, Jacques Poujol, muss für sechs Monate ins Gefängnis.

Die Männer wurden wegen Verbrauchertäuschung verurteilt. Sie hatten mehr als 500 Tonnen Pferdefleisch als Rindfleisch ausgegeben und es in Deutschland und anderen Ländern auf den Markt gebracht. Der Skandal um Lasagne, Döner, Gulasch und andere Fertigprodukte flog 2013 auf.

Das Fleisch war nicht für menschlichen Verzehr geeignet und zum Teil mit Medikamenten behandelt. Der Skandal kam ans Licht, als in Irland Pferdefleisch in Hamburgern entdeckt worden war. Danach wurde auch in anderen europäischen Ländern Pferdefleisch in Mahlzeiten gefunden, obwohl auf deren Etiketten die Angabe "reines Rindfleisch" stand. Deutschland war ebenfalls betroffen.

Das Pariser Strafgericht blieb mit dem Urteil deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Sie hatte vier Jahre Haft für den Niederländer Fasen und ein Jahr Gefängnis für den Franzosen Poujol verlangt. Zwei weitere Angeklagte kamen mit Bewährungsstrafen davon.

Quelle: n-tv.de, lri/dpa/AFP

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