Panorama

Falsch beschriftete BlisterPfizer ruft Anti-Baby-Pille Trigoa zurück

07.12.2018, 20:06 Uhr
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Die Einnahmereihenfolge sollte durch die angegebenen Wochentage ersichtlich sein. (Foto: imago/Jochen Tack)

Wer die Anti-Baby-Pille nimmt, möchte nicht so schnell zur Mama werden. Wird das Verhütungsmittel falsch eingenommen, besteht auch kein Schwangerschaftsschutz. Weil bei einem Pfizer-Präparat die Anleitung fehlerhaft ist, wird es zurückgerufen.

Wegen falsch bedruckter Tablettenverpackungen ruft der Pharmahersteller Pfizer mehrere Chargen einer Antibabypille zurück - es drohen Anwendungsfehler und ungewollte Schwangerschaften. Frauen, die zwischen 27. November und 6. Dezember das Verhütungsmittel "Trigoa" aus den betroffenen Chargen X34106, X51153 und W98332 erhalten haben, sollen das Medikament über Apotheken zurückgeben, wie das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) mitteilte. Bei diesen Chargen ist die Einnahmereihenfolge auf den sogenannten Blistern falsch ausgewiesen. Das bestätigte das Unternehmen Pfizer auf Anfrage.

"Durch daraus möglicherweise resultierende Anwendungsfehler des Arzneimittels ist das Risiko einer unerwünschten Schwangerschaft gegeben", warnt das Lageso als Aufsichtsbehörde des in Berlin ansässigen Herstellers. Die Dragees in der Packung sind unterschiedlich dosiert, deshalb ist die korrekte Reihenfolge bei der Einnahme wichtig.

Wie verbreitet das Medikament ist und in welchen Bundesländern die betroffenen Chargen an Patientinnen abgegeben wurden, ist noch offen. "Die betroffenen Patientinnen werden gebeten, die Ware über eine Apotheke zurücksenden zu lassen", erklärte Pfizer. Das Berliner Landesamt für Gesundheit war für Rückfragen zunächst nicht zu erreichen.

Bei "Trigoa" handelt es sich laut Hersteller um ein Kombinationspräparat: Jedes Dragée enthalte eine geringe Menge zweier weiblicher Hormone, ein Gestagen und ein Estrogen. "Da die Dragées in der Packung drei abgestufte Mengen an Hormonen enthalten, wird diese 'Pille' als Dreiphasenpräparat bezeichnet."

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 10. Dezember 2018 aktualisiert. Ursprünglich hieß es, dass Frauen das Medikament über Apotheken zurückgeben sollen, die das Verhütungsmittel zwischen 27. November und 3. Dezember erhalten haben.

Quelle: agr/dpa

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