Mann festgenommenPolizei beendet mögliche Geiselnahme im Rathaus von Lengerich

Wegen einer Bedrohungslage rückt die Polizei in Nordrhein-Westfalen zu einem Großeinsatz aus. Im Rathaus von Lengerich soll es laut einem Bericht eine Geiselnahme gegeben haben. Ein Mann soll sich mit Benzin übergossen haben. Nun gibt die Polizei Entwarnung.
Die Polizei hat die Gefahrenlage im Rathaus von Lengerich bei Münster beendet. "Die Situation konnte besonnen gelöst werden. Spezialeinheiten der Polizei waren auch im Einsatz", sagte eine Polizeisprecherin vor Ort. "Es wurden keine Personen verletzt." Es sei gelungen, die Lage zu deeskalieren. Die Spezialeinheiten konnten demnach den Tatverdächtigen überwältigen.
Seit dem Mittag waren Polizei und Feuerwehr im Großeinsatz. "Ein Mann hat sich in einem Büro im Rathaus in Lengerich mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen", bestätigte die Polizeisprecherin einen Medienbericht. Nach dem Zugriff sei ein 47-jähriger Mann mit rumänischer Staatsangehörigkeit festgenommen und in ein Krankenhaus gefahren worden. Der polizeibekannte Mann habe sich durch die brennbare Flüssigkeit leicht verletzt. Zum möglichen Motiv gab die Sprecherin keine Angaben. Er habe zwei männliche Personen in unmittelbarer Gewalt gehabt. Die beiden Mitarbeiter des Rathauses blieben den Angaben zufolge unverletzt.
Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet, dass sich mindestens eine Person in der Nähe des Mannes befunden haben soll. Die Polizei sei daher von einer möglichen Geiselnahme ausgegangen. Laut "Westfälischen Nachrichten" war das Gebäude evakuiert worden. "Die vom Vorfall nicht betroffenen Mitarbeiter der Verwaltung befinden sich außerhalb des Einsatzortes inzwischen in Sicherheit", hatte es geheißen.
Die Polizei appellierte an die Menschen, den Bereich um das Rathaus freizuhalten, um die Einsatzkräfte nicht zu behindern. Der Bürgermeister von Lengerich, Björn Schilling, bedankte sich laut den "Westfälischen Nachrichten" bei Polizei und Feuerwehr für ihren Einsatz. Zudem lobte er das Verhalten seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die schnell und besonnen reagiert hätten. Die Verkehrssperrungen sind mittlerweile aufgehoben.