Panorama

Razzia gegen Clan-Kriminalität Polizei durchsucht Shisha-Bars in NRW

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Mehr als Hundert Personen wurden von der Polizei kontrolliert.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Kampf gegen kriminelle Großfamilien gelingt der Polizei in Nordrhein-Westfalen ein weiterer Schlag: Bei Durchsuchungen mehrerer Lokale stellen die Ermittler große Mengen unversteuerten Tabak sicher. Fast die Hälfte der kontrollierten Bars muss noch in der Nacht den Betrieb einstellen.

Im nordrhein-westfälischen Langenfeld bei Leverkusen haben Polizei, Zoll und Ordnungsbehörden in einer großangelegten Aktion Shisha-Bars, Gaststätten und ein Wettbüro kontrolliert. Von den sieben überprüften Lokalen wurden drei in der Nacht auf Samstag sofort geschlossen. Alle sieben gelten als Treffpunkt für Menschen, die im Zusammenhang mit Clankriminalität stehen, wie die Polizei mitteilte.

Die Behörden kontrollierten 105 Personen, dabei leiteten sie neun Strafverfahren ein und brachten 37 Ordnungswidrigkeitsverstöße zur Anzeige. Zollfahnder stellten rund 15 Kilo unversteuerten Tabak sicher und leiteten Strafanzeigen wegen Schwarzarbeit und Verstößen gegen das Steuergesetz ein.

Polizei und Justiz in Nordrhein-Westfalen haben ihre Einsätze gegen kriminelle Mitglieder von Clans in den vergangenen Monaten erheblich ausgeweitet. Immer wieder gibt es großangelegte Razzien.

Im bundesweit ersten Lagebild zur Clan-Kriminalität, der im Mai veröffentlicht wurde, verortet die Polizei in Nordrhein-Westfalen 104 kriminelle Clans. Allein in den Jahren 2016 bis 2018 sollen diese für rund 14.000 Straftaten verantwortlich sein, begangen von 6500 Verdächtigen. Jede fünfte Straftat gehe dabei auf das Konto von nur zwei Clans.

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Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

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