Panorama

Razzien wegen Missbrauchskomplex Polizei fasst weitere Münster-Verdächtige

133151293.jpg

Die Laube ist einer der Tatorte des vermutlichen Haupttäters in einem Missbrauchsfall, in der die Ermittler u.a. Festplatten und Videokameras fanden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Missbrauchskomplex in Münster, bei dem mehrere Kinder schwer sexuell misshandelt wurden, weitet sich aus. 18 mutmaßliche Täter wurden schon festgenommen. Doch das Netzwerk ist größer als vermutet. Jetzt fasst die Polizei weitere Verdächtige bei Fahndungen in anderen Bundesländern.

Im Missbrauchskomplex Münster sind 180 Beamte zu Durchsuchungen in vier Bundesländern ausgerückt. Es seien drei weitere Verdächtige dem Haftrichter vorgeführt und drei weitere identifiziert worden, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul von der CDU in einer Sondersitzung mehrerer Landtagsausschüsse zu dem Komplex.

Die konzertierte Aktion habe in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Schleswig-Holstein stattgefunden. Insgesamt gebe es in dem Komplex nun 21 Verdächtige, von denen 10 in Haft seien. "Weitere Kinder wurden damit aus der tagtäglichen Hölle befreit", sagte Reul.

Der Fall des schweren sexuellen Missbrauchs mehrerer Kinder in Münster war Anfang Juni bekannt geworden. Der 27 Jahre alte Hauptverdächtige war wegen Besitzes von Kinderpornografie zweifach vorbestraft.

Quelle: ntv.de, can/dpa