Panorama

Razzien in vier Bundesländern Polizei geht gegen Scheinehen vor

119963239.jpg

Mehr als 500 Beamte beteiligten sich an der Aktion.

(Foto: picture alliance/dpa)

Damit sie einen Aufenthaltstitel für die EU erhalten, soll eine Bande pakistanische und indische Staatsbürger an europäische Frauen vermittelt haben. Nun geht die Polizei mit einem Großaufgebot gegen die Hintermänner vor.

Mit mehr als 500 Beamten ist die Bundespolizei in vier Bundesländern am Morgen gegen bandenmäßige Scheinehen vorgegangen. Schwerpunkt der Ermittlungen sei der Großraum Leipzig, sagte ein Sprecher der Behörde in Leipzig. Insgesamt seien in Sachsen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Bayern 38 Objekte im Visier. 29 davon befinden sich in und um Leipzig.

Den Angaben zufolge laufen die Verfahren gegen 60 Beschuldigte. Wie die "Leipziger Volkszeitung" schreibt, wurden allein in Sachsen 29 Verdächtige vorläufig festgenommen.

Die hauptsächlich pakistanischen oder indischen Staatsangehörigen sollen nach Osteuropa und Zypern eingereist und dort mit Frauen verheiratet worden sein, um anschließend als Ehepartner in Deutschland eine EU-Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Dabei seien auch Arbeits- und Meldebescheinigungen gefälscht worden. Zwischen 15.000 und 22.000 Euro sollen für die Vermittlungen geflossen sein, so der Polizeisprecher.

Demnach haben die Polizei vor allem zwei Hauptbeschuldigte im Visier. Die Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Leipzig laufen bereits seit 2017. Erste Hinweise habe es aus dem Ausland gegeben. Aus diesem Grund arbeitete die Bundespolizei in diesem Fall auch mit Europol zusammen.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

Mehr zum Thema