Panorama

Razzia in Österreich und Bayern Polizei hebt Waffenlager für Miliz aus

226145241.jpg

Die Ermittler beschlagnahmten über 70 Waffen sowie Munition im sechsstelligen Bereich.

(Foto: picture alliance/dpa/APA)

Zusammen mit Beamten aus Bayern hebt die österreichische Polizei mehrere Waffenlager eines rechtsextremen Netzwerks aus. Dabei nehmen die Ermittler sieben Tatverdächtige fest, zwei davon in Bayern. Mit den Waffen samt Munition sollte wohl eine rechtsradikale Miliz in Deutschland aufgebaut werden.

Bei einem Schlag gegen ein rechtsextremes Netzwerk hat es fünf Festnahmen in Österreich und zwei in Bayern gegeben. Das wurde bei einer gemeinsamen Pressekonferenz des österreichischen Innenministers Karl Nehammer von der ÖVP und Vertretern des Wiener Landeskriminalamts (LKA) mitgeteilt. Im Rahmen der Untersuchungen seien in den vergangenen drei Tagen über 70 automatische und halbautomatische Schusswaffen sowie Munition im sechsstelligen Bereich sichergestellt worden.

Laut Nehammer waren die Waffen für die rechtsextreme Szene in Deutschland bestimmt, "um eine rechtsradikale Miliz" aufzubauen. Bei einer Hausdurchsuchung am Mittwoch waren Maschinenpistolen und Sturmgewehre samt Munition sichergestellt worden. Bei einer weiteren Durchsuchung am Donnerstag wurden dann ein Container mit weiteren Waffen, Munition und Sprengstoff gefunden. Freitag wurden in einer Lagerhalle in Niederösterreich rund 100.000 Schuss Munition und zahlreiche Langwaffen gefunden.

Eine Drogenlieferung aus Deutschland im Oktober habe die Polizei zu dem Netzwerk geführt. Mit den Erlösen wurden laut Michael Mimra, dem stellvertretenden Leiter des Wiener LKA, die gefundenen Waffen angekauft, die für Deutschland bestimmt waren. Hauptverdächtiger ist ein 53-jähriger vorbestrafter Österreicher, der mit mehreren Mittätern den Handel aufgezogen haben soll. Weitere Ermittlungen soll es auch in Nordrhein-Westfalen geben.

Quelle: ntv.de, jhe/dpa