Panorama

Nach Kokainfund in Bananenkisten Polizei nimmt Discounter-Filialen ins Visier

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In den Bananenkartons aus Lateinamerika waren neben Früchten auch Kokainpäckchen. (Symbolbild)

(Foto: picture alliance / Jan Woitas/dp)

Mitarbeiter einer Supermarktkette entdecken in Bananenkisten Hunderte Kilogramm Kokain. Es ist der vermutlich größte Fund dieser Droge in Mecklenburg-Vorpommern. Die Behörden prüfen nun, ob es womöglich auch bei Filialen in anderen Bundesländern Schmuggelware gibt.

Nach einem Riesen-Kokainfund in Bananenkartons einer Supermarktkette in Mecklenburg-Vorpommern nimmt die Polizei auch Filialen und Lager in anderen Bundesländern unter die Lupe. Der betroffene Discounter, dessen Mitarbeiter den Fund am Mittwoch gemeldet hatten, sei nicht nur im Nordosten vertreten, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Rostock.

In sechs Filialen und einem Auslieferungslager hatten Mitarbeiter mehrere Hundert Kilogramm des Rauschgifts entdeckt. Konkrete Angaben zur Gesamtmenge des Kokains konnte der Sprecher nicht machen. Suchaktionen im Zusammenhang mit dem Kokainfund hätten am Mittwochabend noch angedauert, erklärte er. Der Wert könne aber in zweistelliger Millionenhöhe liegen.

Nach Angaben des Landeskriminalamts handelt es sich vermutlich um die größte Menge Kokain, die je in Mecklenburg-Vorpommern gefunden wurde. Die Bananenkartons mit dem Pulver sollen per Schiff aus Lateinamerika gekommen sein.

Der aktuelle Schwarzmarktpreis für ein Gramm Kokain liegt im Bereich von rund 50 Euro. Dies ist aber stark abhängig vom Reinheitsgrad der Droge und der Stadt, in der es verkauft werden soll. Dementsprechend könnte der Wert der gefundenen Menge Kokain bei rund 25 Millionen Euro liegen.

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa

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