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Erst Haft, dann Geldstrafe Polizei nimmt Youtuber bei "Area 51" fest

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Das militärische Sperrgebiet "Area 51" ist Gegenstand verschiedenster Verschwörungstheorien.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der auf Facebook angekündigte Sturm auf die "Area 51" steht kurz bevor, die Welt ist gespannt: Versteckt die US-Regierung tatsächlich Aliens auf dem Militärgelände in Nevada? Zwei junge Niederländer wollen "nur mal schauen" - und landen im Gefängnis.

Zwei niederländische Youtuber sind im Sperrgebiet um das Gelände der sogenannten Area 51 in Nevada festgenommen und zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Tatsächlich kamen die beiden jungen Männer nach drei Tagen wieder frei, mussten allerdings eine Strafe in Höhe von über 2000 Dollar zahlen. Sie hatten das berühmt-berüchtigte militärische Sperrgebiet offenbar betreten, um Filmaufnahmen zu machen.

Die beiden 20 und 21 Jahre alten Männer waren, mit Laptops, Kameras und Drohne, auf den mysteriösen Geheimstützpunkt des US-Militärs in der Wüste im Süden Nevadas vorgedrungen. Laut CNN kamen sie etwa fünf Kilometer weit, wurden dann jedoch erwischt und festgenommen. Der Polizei gegenüber gaben die Youtuber offenbar an, der englischen Sprache durchaus mächtig zu sein. Die Warnhinweise am Eingang hätten sie schlicht ignoriert. Sie hätten "nur mal schauen wollen" zitiert CNN einen der beiden Niederländer.

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In einem Video der Polizeidirektion Nye County betont der zuständige Staatsanwalt, man wolle mit der Bestrafung deutlich machen, wie ernst man die Sache nehme. Auch das Equipment der beiden Youtuber werde man einbehalten. Die Inhaftierten selbst zeigen sich im Video allerdings recht unbeeindruckt, reden lediglich davon, dass "die Situation ein bisschen aus dem Ruder gelaufen" sei.

"Lasst uns diese Aliens anschauen"

Die "Area 51" hat in den letzten Monaten große Internetprominenz erlangt, weil ein US-amerikanischer Student aus Jux eine Facebook-Veranstaltung organisiert hatte, die zum Sturm auf den Militärstützpunkt aufruft. Verschwörungstheoretiker vermuten, die Regierung verstecke auf dem Gelände Beweise extraterrestrischen Lebens.

Mittlerweile aber haben über 2 Millionen Menschen zugesagt, weitere 1,5 Millionen sind interessiert. Damit hat niemand gerechnet, am wenigsten wohl der Student, der die Veranstaltung scherzhaft "Storm Area 51, They Can't Stop All Of Us" nannte. Inwiefern der für den 20. September anberaumte Sturm auf das Gelände wirklich stattfinden wird, bleibt schwer zu sagen. Aber offensichtlich sind die US-Behörden alarmiert. Das zeigt sowohl der Umgang mit den beiden Niederländern, als auch eine Warnung der US-Luftwaffe, ein Eindringen auf das Trainingsgelände sei "gefährlich".

Quelle: n-tv.de, lwe

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