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Nach SEK-Einsatz in Salzgitter Polizei rätselt wegen Leichenfundes

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Der Einsatz wurde zunächst durch einen Notruf ausgelöst.

(Foto: picture alliance/dpa)

Als ein Spezialeinsatzkommando im niedersächsischen Salzgitter eine Wohnung stürmt, erschießt es einen Mann, der sich dort verschanzt hatte. In seiner Wohnung wiederum finden Beamte dann eine Leiche. Der Fall wirft Fragen auf.

Nach dem Tod eines Verdächtigen bei einem SEK-Einsatz im niedersächsischen Salzgitter haben Polizisten in dessen Wohnung wenig später die Leiche eines Mannes gefunden. Die Gesamtumstände der Ereignisse seien noch unklar, erklärte die Polizei. Ausgelöst worden war der Einsatz demnach durch einen per Notruf eingegangenen Hinweis auf einen Menschen mit einer Schussverletzung in einer Wohnung.

Als erste Einsatzkräfte an der Adresse in einem Mehrfamilienhaus in Salzgitter eintrafen, bedrohte sie demnach ein dort verbarrikadierter Mann. Da es "konkrete Hinweise" auf eine Bewaffnung des Verdächtigen gegeben habe, sei ein Spezialeinsatzkommando (SEK) alarmiert worden, hieß es. Als das SEK die Wohnung stürmte, habe der dort verschanzte Mann es "konkret" mit einer Waffe bedroht. Beamte schossen auf ihn, er verstarb trotz umgehend eingeleiteter medizinischer Versorgung.

Wie die Polizei weiter mitteilte, lebte der Erschossene selbst nicht am Ort des Geschehens, sondern in einer anderen Wohnung in einigen Hundert Metern Entfernung. Als Polizisten diese durchsuchten, stießen sie auf eine männliche Leiche. Die Beamten befürchteten dabei nach eigenen Angaben auch, auf Sprengstoff zu stoßen. Dieser Verdacht habe sich aber nicht bestätigt, erklärten sie.

"Zu den Gesamtumständen, insbesondere zur Todesursache, können zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Angaben gemacht werden", erklärten sie mit Blick auf die in der Wohnung des Erschossenen gefundene Leiche.

Quelle: n-tv.de, psa/AFP

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