Panorama

Eine Woche nach Impfstart RKI meldet mehr als 188.000 Geimpfte

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Bisher ist in der EU nur das Vakzin von Biontech/Pfizer zugelassen. Am Dienstag könnte Moderna folgen.

(Foto: dpa)

Eine Woche nach dem Impfstart in Deutschland haben mehr als 188.000 Menschen die erste Spritze bekommen. Das geht aus Zahlen des RKI hervor. Zu den Geimpften zählt vor allem medizinisches Personal.

Mehr als 188.000 Menschen in Deutschland wurden bislang gegen das Coronavirus geimpft. Bis Samstagmorgen 8 Uhr wurden insgesamt 188.553 Impfungen an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl erfasster Geimpfter um 21.087, wie aus den RKI-Angaben hervorgeht. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten und spiegele nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, betont das RKI.

Unter den Geimpften sind 82.965 Bewohner von Pflegeheimen. 86.692 Personen erhielten die Impfung aus beruflichen Gründen. Darunter fällt medizinisches Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko sowie Personal in der Altenpflege. Insgesamt 44.552 Menschen wurden wegen ihres hohen Alters über 80 Jahre geimpft.

Die meisten Impfungen wurden vom RKI bisher für Bayern erfasst (39.005), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (33.375) und Hessen (24.791). Die in absoluten Zahlen am wenigsten Impfungen wurden bisher in Thüringen (810), Bremen (1741) und Hamburg (3042) gemeldet. Den Anteil der Geimpften an der Gesamtbevölkerung gibt das RKI zu Beginn der Impfkampagne nicht an.

Nach jüngsten Berechnungen von ntv.de liegt derzeit Mecklenburg-Vorpommern mit einer Impf-Quote von 0,715 Prozent der Einwohnerzahl vorn, gefolgt von Sachsen-Anhalt (0,508 Prozent) und Hessen (0,340). Das Schlusslicht bildet Thüringen (0,038).

*Datenschutz

Die den Behörden der einzelnen Bundesländer vorliegenden Werte können deutlich höher liegen als die vom RKI gemeldeten, da die Meldungen zum Impfgeschehen teilweise mit einigem Verzug an das Institut übermittelt werden. Zuletzt gab es allerdings zunehmend Kritik am schleppenden Beginn der Impfkampagne. Ein Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina warf der Großen Koalition schwere Versäumnisse bei der Beschaffung des Impfstoffs vor.

Offiziell wird in vielen EU-Staaten seit dem 27. Dezember geimpft. In Deutschland wurde allerdings bereits am vergangenen Samstag erstmals eine Dosis verabreicht. Zugelassen ist bisher nur das Vakzin von Biontech/Pfizer. Am Dienstag wird die Zulassung des Mittels von Moderna erwartet.

Quelle: ntv.de, mli/dpa