Panorama

Mega-Stau auf wichtiger Seeroute Riesiger Frachter steckt quer im Suezkanal

Auf der wichtigsten Seeroute zwischen Asien und Europa geht nichts mehr. Tausende Schiffe passieren jedes Jahr den Suezkanal zwischen Rotem und Mittelmeer, jetzt steckt mitten in der Wasserstraße ein 400 Meter langer Frachter fest. Dutzende schwimmende Riesen stauen sich bereits in beide Richtungen.

Ein riesiges Containerschiff ist im Suezkanal auf Grund gelaufen und hat den Verkehr auf der wichtigsten Wasserstraße zwischen Europa und Asien zum Erliegen gebracht. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete von einem Stau von mehr als 100 Schiffen, die den Kanal passieren wollten, nun aber in beide Richtungen gestoppt sind.

Bei dem Schiff handelt es sich um die "MV Ever Given", ein 400 Meter langes und 59 Meter breites Schiff, das nach Angaben von Experten zu den größten Containerschiffen der Welt gehört. Schlepper und Baggerfahrzeuge bemühten sich, den Frachter aus seiner festgefahrenen Lage zu befreien. Bislang ist unklar, wann die Schifffahrtsstraße wieder freigegeben werden kann.

Die Hafenbehörde GAC teilte mit, an Bord des Frachters sei es zu einem Stromausfall gekommen. Eine Windböe habe den Frachter vermutlich vom Kurs abgebracht, sagte das taiwanische Betreiberunternehmen Evergreen Marine Corp. Das 2018 gebaute Schiff fährt laut vesselfinder.com unter der Flagge Panamas, es sei aus China gekommen und auf dem Weg nach Rotterdam in den Niederlanden.

51 Schiffe pro Tag

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Der Suezkanal, dessen Geschichte vor mehr als 150 Jahren begann, ist eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt und ermöglicht die Durchfahrt für etwa zehn Prozent des gesamten internationalen Seehandels. Er verbindet das Rote Meer mit dem Mittelmeer und ist daher eine wichtige Seeverbindung zwischen Asien und Europa.

Nach Angaben der Suez Canal Authority (SCA) passierten im vergangenen Jahr fast 19.000 Schiffe - oder durchschnittlich 51,5 Schiffe pro Tag - den Kanal, um sich damit die Umschiffung Afrikas zu sparen. Sie transportierten insgesamt mehr als eine Milliarde Tonnen Fracht.

Quelle: ntv.de, mra/AFP/rts/dpa

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