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Uniklinik reagiert "entsetzt"Rostocker Oberarzt schrieb rassistische, gewaltverherrlichende Posts

26.08.2026, 11:23 Uhr
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Die Rostocker Universitätsmedizin reagierte, ohne auf die konkreten Vorwürfe Bezug zu nehmen. (Foto: picture alliance/dpa)

Rassistische und gewaltverherrlichende Posts belasten einen Rostocker Oberarzt. Die Uniklinik zeigt sich entsetzt. Ihren Angaben zufolge bestätigt sich der Verdacht. Das Krankenhaus greift hart durch.

Ein Oberarzt der Universitätsmedizin Rostock hat sich in mehreren Social-Media-Beiträgen rassistisch und gewaltverherrlichend geäußert. Das berichtet ein Instagram-Account, hinter dem eine Initiative gegen rechte Hetze im Netz steht. Demnach soll der Mediziner über Wochen hinweg in Bezug auf Geflüchtete mehrfach Formulierungen verwendet haben, die Gewalt- und Tötungsfantasien vermuten lassen. Er soll unter anderem "remigrieren oder kremieren" geschrieben haben. Laut dem Klinikum räumte der Mediziner die Vorwürfe ein - und wurde umgehend freigestellt.

Der Account zeigte Screenshots, die zu dem Oberarzt zurückverfolgt worden seien, wie er selbst mitteilte. Darauf ist zu lesen: "Also ich sehe nur Heizmasse, die unser Energieproblem lösen kann! Remigrieren oder Lager." Unter ein Bild von Bundeskanzler Friedrich Merz soll er zudem geschrieben haben: "Eine Stirn die man nicht verfehlen kann."

An anderer Stelle ist von Fantasien oder Plänen die Rede, eine Schusswaffe mitzuführen und im "Bedarfsfall" einzusetzen. Verwendet wird dabei auch der rassistische Begriff "Ölaugen", eine fremdenfeindliche Beschimpfung gegen Menschen, die als arabisch, nordafrikanisch, nahöstlich oder allgemein als "südländisch" wahrgenommen werden.

Deutliche Reaktion

Auf Anfrage von ntv.de teilte die Universitätsmedizin mit, dass man den betreffenden Mitarbeiter "unverzüglich mit den getätigten Aussagen konfrontierte und sich der Verdacht bestätigt" habe. "Der betreffende Mitarbeiter wurde im Anschluss unverzüglich freigestellt", heißt es weiter. Es werden demnach weitere arbeitsrechtliche Maßnahmen ergriffen. Außerdem habe man Strafanzeige gestellt. Die Echtheit der gezeigten Screenshots lässt sich derzeit nicht überprüfen, da das entsprechende Instagram-Konto inzwischen deaktiviert ist. Für den Betroffenen gilt bis zu einer möglichen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

Zuvor hatte es bereits eine erste Stellungnahme auf den Social-Media-Kanälen gegeben. Darin heißt es: "Mit großem Entsetzen nehmen wir die rassistischen und menschenverachtenden Äußerungen, die derzeit auf Social Media kursieren, zur Kenntnis. Der Vorstand und alle Mitarbeitenden der Universitätsmedizin Rostock stellen unmissverständlich klar: Aussagen, die Gewalt gegen Menschen billigen, nahelegen oder androhen, sind für uns nicht akzeptabel. Sie widersprechen fundamental den Werten, für die unser Haus und unsere Mitarbeitenden stehen: Menschlichkeit, Respekt, Verantwortung und der Schutz des Lebens. Wir werden die notwendigen Konsequenzen ziehen."

Quelle: ntv.de, sba

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