Einsatz in Berlin-NeuköllnSEK nimmt Terrorverdächtigen fest

Die Berliner Polizei rückt gestern Abend zu einem Anti-Terror-Einsatz aus. Ein Mann aus Bahrain wird festgenommen. Er soll einer Terrorzelle angehören. Hinweise auf eine Straftat in Deutschland gibt es aber nicht.
Die Polizei hat am späten Donnerstag einen Terrorverdächtigen im Berliner Stadtteil Neukölln festgenommen. Die Berliner Staatsanwaltschaft erklärte, es sei ein Mann aus Bahrain, der international gesucht wurde wegen angeblicher Zugehörigkeit zu einer Terrorzelle in seinem Heimatland.
Der 27-jährige Asylbewerber wurde den Angaben zufolge von einem Spezialkommando auf Grund eines internationalen Festhalteersuchens festgenommen. Die "B.Z." hatte am Morgen gerichtet, das Spezialeinsatzkommando habe ein Hotelzimmer in Neukölln gestürmt.
Der Mann soll zur schiitischen Opposition im Königreich Bahrain gehören. In Deutschland gibt es keinen Verdacht auf eine Straftat. Die Staatsanwaltschaft prüft eine Auslieferung.
In Neukölln befindet sich die umstrittene Dar-as-Salam-Moschee, der der Berliner Verfassungsschutz in seinem Jahresbericht Verbindungen zur extremistischen "Islamischen Gemeinschaft in Deutschland" (IGD) bescheinigt. Sie ist laut Verfassungsschutz die mitgliederstärkste Organisation von Anhängern der Muslimbruderschaft in der Bundesrepublik. Tausende Gläubige besuchen die Dar-as-Salam-Moschee.