Panorama

Bluttaten in Niedersachsen SEK stürmt Wohnung bei Hannover

Drei Menschen werden am Donnerstag in Niedersachsen tödlich durch Schüsse verletzt, einer von ihnen hat sich selbst gerichtet. Die Behörden ermitteln. In einer der beiden Taten zeichnet sich ein Motiv ab. Der Fall des erschossenen Autoinsassen bleibt aber noch rätselhaft.

Erst starben in Celle eine Frau und ein Mann vor einem Gerichtsgebäude, später wurde in Hannover der Insasse eines Autos getötet. Nach den tödlichen Schüssen in Niedersachsen setzt die Polizei am Freitag ihre Ermittlungen fort. Bei dem Fall aus Celle gibt es inzwischen neue Erkenntnisse. Dort hatte ein 78-Jähriger in der Nähe des Eingangs des Amtsgerichts erst eine 49 Jahre alte Frau und dann sich selbst erschossen. Die Schüsse am Amtsgericht Celle fielen morgens in der Nähe des Eingangs. Die Toten seien Beteiligte einer Mietsache gewesen, in der es um eine Räumungsklage ging, berichtet das Magazin "Legal Tribune Online" (LTO). Der Mann sei Mieter, die Frau Vermieterin der Wohnung gewesen. "Das war eine ganz normale Mietsache", zitiert LTO den Amtsgerichtsdirektor Dieter Philipp Klass.

Mysteriöser ist bislang der Fall aus Hannover. In der Innenstadt gab es eine Auseinandersetzung zwischen den Insassen zweier Autos, bei der ein 30 Jahre alter Mann starb. In Langenhagen nördlich von Hannover stürmten Spezialkräfte am Abend noch eine Wohnung. Ein Polizeisprecher bestätigte einen Zusammenhang zwischen dem SEK-Einsatz und dem Toten. Ob ein Verdächtiger gefasst wurde, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen aber zunächst nicht sagen.

Die Tat ereignete sich nachmittags auf einer viel befahrenen Kreuzung. Aus einem Wagen heraus wurde mindestens ein Schuss abgegeben, wie die Polizei am Abend mitteilte. Der Fahrer des anderen Autos habe dann beschleunigt, die Kreuzung überquert und sei frontal gegen den Mast eines Verkehrsschildes geprallt. Wenig später brach ein 30 Jahre alter Insasse des Autos zusammen uns starb.

Die Polizei sperrte den Tatort weiträumig ab, was massive Staus in der Innenstadt bis in die Abendstunden verursachte. Auch zu Fuß kamen Anwohner nur mit Mühe in die Sperrzone hinein. Mitarbeiter der Spurensicherung untersuchten in weißen Schutzanzügen die Autos.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.