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Auf der Suche nach MH-370 Schiffswracks im Indischen Ozean entdeckt

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Forscher glauben, dass es sich bei den Zufallsfunden um Kohletransporter aus dem 19. Jahrhundert handelt.

(Foto: dpa)

Von dem vor mehr als vier Jahren verschwundenen Malaysia-Airlines-Flug MH-370 und den 239 Menschen an Bord fehlt nach wie vor jede Spur. Ganz ohne Ergebnis verläuft die Suche aber nicht. Zwei Schiffe werden aufgespürt, die wohl vor mehr als 100 Jahren untergingen.

Auf der Suche nach dem verschollenen MH370-Flugzeug im Indischen Ozean sind durch einen Zufallsfund die Wracks von zwei Schiffen aus dem 19. Jahrhundert entdeckt worden. Dabei handelt es sich um englische Handelsschiffe, die Kohle geladen hatten und vermutlich durch Explosionen untergingen, wie das Western Australian Museum aus Perth mitteilte.

Die Wracks liegen in mehr als 2300 Kilometern Entfernung von der australischen Westküste auf dem Meeresboden, in 3700 beziehungsweise 3900 Metern Tiefe. Die Schiffe wurden bereits 2015 entdeckt, ein Jahr nach dem rätselhaften Verschwinden der malaysischen Passagiermaschine mit 239 Menschen an Bord. Der Fund wurde aber erst jetzt nach einer gründlichen Untersuchung mithilfe von Tauchsonden bekannt gemacht.

Vermutet wird, dass die Schiffe durch Explosionen an Bord sanken. Dies war damals nicht ungewöhnlich. Vermutlich kamen dabei die gesamten Besatzungen - normalerweise zwischen 15 und 30 Mann - ums Leben.

Die Experten sind sich nicht sicher, um welche Schiffe es sich genau  handelt. Eines der beiden Wracks ist wahrscheinlich die "West Ridge", die 1883 sank. Bei dem anderen handelt es sich entweder um die "W. Gordon" oder die "Magdala", die 1877 und 1882 untergingen. 

Die groß angelegte Suche nach dem vermissten Flugzeug wurde vor mehr als einem Jahr ohne Erfolg eingestellt. Flug MH370 verschwand im März 2014 mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking mitten in der Nacht von den Radarschirmen. Über den Grund dafür wird weiter gerätselt.

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa

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