Panorama

Pornhub wirbt für Umweltschutz "Schmutzigster" Porno soll Weltmeere retten

Pornhub.jpg

Bei schmutzigen Stränden hört der Spaß für Pornhub auf.

(Foto: Youtube/Pornhub)

Sex am Strand - mit dieser Fantasie spielt die Pornoseite Pornhub in einem Youtube-Video, das gleichzeitig auf die Verschmutzung der Meere durch Plastikabfall aufmerksam macht. Die begünstigte Umweltorganisation freut sich über die Aufmerksamkeit und die damit verbundene Spendenaktion.

Ein junges, gutaussehendes Paar räkelt und liebkost sich am Strand - umgeben von Unmengen Plastikabfall. Mit einem kreativen Youtube-Spot versucht das Pornoportal Pornhub auf die Verschmutzung der Weltmeere aufmerksam zu machen. Für jede Ansicht des Videos mit dem Titel "Dirtiest Porn Ever" ("Der schmutzigste Porno aller Zeiten") werde das Unternehmen an "Ocean Polymers" spenden. Die gemeinnützige Organisation arbeitet daran, ein Schiff auf See zu schicken, das Plastik aus den Ozeanen aufnimmt und recycelt.

"Wir hier bei Pornhub sind dreckig, das heißt aber nicht, dass unsere Strände das sein müssen", sagt Corey Price, Vize-Chef von Pornhub, dem Portal Ladbible zu der Aktion, in der am Ende des Clips auf die unzensierte Version des eigentlichen Pornos hingewiesen wird. Von den eindeutigen Szenen ist auf Youtube wegen der ganzen Plastikmüllberge nämlich nichts zu sehen.

*Datenschutz

Für die Porno-Plattform ist die Art der Kampagne allerdings kein Neuland. Erst im April machte Pornhub in einem Video auf das Bienensterben aufmerksam. Darin synchronisierten bekannte Pornodarsteller Bienen, die Pflanzen bestäuben.

NGO freut sich über Aufmerksamkeit

Beim Spendenempfänger zeigt man sich erfreut über die Unterstützung. Pornhub sei eine Marke mit signifikanter globaler Reichweite in allen Altersschichten, sagte Sprecherin Heather Wigglesworth. "Deshalb ist das ein sehr effektiver Weg, Aufmerksamkeit für die Krise, in der unsere Ozeane sind, zu wecken."

Nach Angaben der Vereinten Nationen hat die Umweltverschmutzung durch Plastikmüll inzwischen "epidemische Ausmaße" erreicht. Weit mehr als 100 Millionen Tonnen Abfall verseuchen nach UN-Angaben bereits die Weltmeere. Ein erheblicher Teil des Kunststoffs, der in die Ozeane gelangt, stammt aus unkontrollierter Abfallentsorgung auf dem Festland. Jährlich landen demnach etwa acht Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgen die jungen Umweltaktivisten von "Fuck for Forest". Sie haben Sex, lassen sich dabei fotografieren und filmen und stellen die Pornofilme und -Bilder kostenpflichtig ins Internet. Wer sich diese Aufnahmen herunterlädt, muss dabei kein schlechtes Gewissen haben, denn das Geld fließt in Umweltprojekte, verspricht die "Fuck for Forest"-Gruppe.

Quelle: n-tv.de, mba

Mehr zum Thema