Panorama

Sprengstoffeinsatz in Ostfrankreich Schüler schockt Lehrer mit Weltkriegsgranate

Um eine Ausstellung über den Ersten Weltkrieg vorzubereiten, sollen Schüler einer französischen Schule Familienerbstücke aus dieser Zeit zum Unterricht mitbringen. Ein Exponat ist allerdings so besonders, dass der Schultag mit einer Evakuierung endet.

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Die Schule befindet sich in der Region, in der die Weltkriegsschlacht um Verdun stattfand.

(Foto: REUTERS)

Anschaulicher Unterricht mal anders: Ein Grundschüler hat in Ostfrankreich eine Weltkriegsgranate mit in die Schule gebracht und damit ungewollt einen Einsatz des Zivilschutzes ausgelöst. Die Granate aus dem Ersten Weltkrieg war nach Behördenangaben für eine Weltkriegs-Ausstellung gedacht, die die Grundschulklasse vorbereitete. Dem Sender RTL zufolge sollten die Schüler Familienerbstücke mitbringen, die einen Bezug zum Ersten Weltkrieg haben.

Die Robespierre-Grundschule in der nahe Metz gelegenen Gemeinde Bouligny alarmierte nach der Entdeckung der Granate sofort die Behörden. 130 Kinder und acht Erwachsene wurden in einen Saal der Schule evakuiert, Sprengstoffexperten des Zivilschutzes kümmerten sich dann um die Granate und brachten sie weg. Ob die Granate gefährlich war oder nicht, teilten die Behörden zunächst nicht mit.

Die Gemeinde Bouligny befindet sich im Département Meuse. Die Region im Osten Frankreichs war während des Ersten Weltkriegs Schauplatz heftiger Gefechte zwischen deutschen und französischen Soldaten. Dort fand unter anderem etwa 30 Kilometer von Bouligny entfernt die Schlacht um Verdun statt.

Quelle: ntv.de, cri/AFP