Panorama

Mehrere Verletzte in Klinik Schütze tötet zwei Schüler an Highschool

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Die Saugus High School wurde nach dem Vorfall abgeriegelt.

(Foto: AP)

Schulen sind abgeriegelt, Anwohner sollen in ihren Häusern bleiben: In Kalifornien schießt ein junger Mann an einer Highschool um sich. Die Polizei fahndet nach dem Schüler. Später stellt sich heraus: Der Tatverdächtige ist unter den verletzten Opfern.

An einer Schule im US-Bundesstaat Kalifornien sind durch Schüsse zwei Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden. In der Saugus High School in der Stadt Santa Clarita nördlich von Los Angeles gebe es "mehrere" Verletzte, schrieben die Behörden bei Twitter. Später hieß es, dass ein weibliches und ein männliches Opfer verstorben sind. Beide waren Schüler.

Die Polizei fahndete zunächst nach einem Verdächtigen, der Zeugenangaben zufolge asiatisch aussah und schwarz gekleidet war, wie das Büro des Sheriffs auf Twitter mitteilte. Anwohner in der Umgebung der Saugus High School waren aufgerufen worden, ihre Türen abzuschließen und in ihren Häusern zu bleiben. Vorübergehend waren als Vorsichtsmaßnahme andere Schulen in der Umgebung abgeriegelt worden.

Kurz darauf gab Sheriff Alex Villanueva die Festnahme des mutmaßlichen Schützen fest. Der Verdächtige sei "in Gewahrsam" und werde nun in einem Krankenhaus behandelt. Wie sich herausstellte, hatte sich der Schüler, der heute seinen 16. Geburtstag begeht, selbst in den Kopf geschossen. Die Polizei realisierte zunächst nicht, dass sich der mutmaßliche Täter unter den in der Schule aufgefundenen Opfern befand, berichtet der Sender NBC.

*Datenschutz

Über das Motiv des Tatverdächtigen ist bislang nichts bekannt. Der Polizeisprecher Bob Boese sagte NBC, das Schulgelände wurde "systematisch" durchsucht. Dabei sei auch eine Waffe gefunden worden. Auf Luftaufnahmen des Senders war zu sehen, wie Schüler von Polizisten aus dem Schulgebäude geführt und in eine nahegelegene Kirche gebracht wurden. Andere standen außerhalb des Schulgeländes und telefonierten.

Trump will Waffenrecht nicht einschränken

Mindestens drei Rettungswagen und Dutzende Streifenwagen standen vor der Schule, die gegenüber von einem Wohngebiet liegt. Auch Beamte der Bundesbehörde für Alkohol, Tabak, Schusswaffen und Sprengstoffe (ATF) waren im Einsatz. Santa Clarita liegt etwa 60 Kilometer nördlich von Los Angeles.

In den USA kommt es immer wieder vor, dass in Schulen, Einkaufszentren oder an anderen öffentlichen Orten Menschen durch Schüsse getötet werden. Bemühungen für schärfere Waffengesetze laufen seit Jahren ins Leere - vor allem, weil die Republikaner von US-Präsident Donald Trump dagegen sind.

Die mächtige Waffenlobbyorganisation NRA bekämpft vehement jeden Versuch, Waffenbesitz stärker zu regulieren. Auch Trump ist gegen eine Einschränkung des Rechts auf Waffenbesitz, das in der US-Verfassung verankert ist.

Quelle: ntv.de, fzö/AFP/dpa