Niederländische Gruppe an BordSchwerer Unfall mit Reisebus in der Schweiz - mehrere Tote
Nach dem verheerenden Unfall eines Reisebusses in der Schweiz gibt es immer noch keine offiziellen Informationen zu den Opfern. Sicher ist nur, dass etwa 50 Menschen an Bord waren. Der Bus war im Engadin mit einer Leitplanke kollidiert und dann eine niedrige Böschung hinuntergestürzt.
Auch Stunden nach dem tödlichen Busunglück im Osten der Schweiz ist noch nicht klar, wie viele Menschen gestorben sind. Die Polizei sprach lediglich von mehreren Toten und Verletzten. Die genaue Opferzahl soll erst heute Vormittag bekanntgegeben werden. Zuvor müssten noch die Angehörigen informiert werden, sagte ein Polizeisprecher in der Nacht. Die Bergung der Leichen dauerte nach Angaben der Polizei bis in die späten Abendstunden.
An Bord des niederländischen Reisebusses waren nach Polizeiangaben wohl knapp 50 Personen. Eine Sprecherin des niederländischen Reisebranchen-Verbandes ANVR sprach gegenüber der Zeitung "Blick" von einer 48-köpfigen Reisegruppe.
Das Unglück ereignete sich am späten Nachmittag im Engadin-Tal im Kanton Graubünden. Zwischen den Orten Susch und Zernez sei der Bus gegen eine Leitplanke gestoßen, von der Straße abgekommen und auf die Seite gestürzt, sagte ein Polizeisprecher dem Sender SRF. Schließlich blieb er auf einer niedrigen Böschung neben der Fahrbahn liegen. Die Ermittler gehen Medienberichten zufolge davon aus, dass kein weiteres Fahrzeug an dem Unfall beteiligt war. Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr waren mit zahlreichen Fahrzeugen und einigen Helikoptern an der Unfallstelle im Einsatz.
Reisende machten Tagesausflug in die Schweiz
Der Bus war für die niederländische Reiseorganisation Oad unterwegs. "Wir sind zutiefst schockiert und bestürzt über den tragischen Busunfall in der Schweiz", hieß es in einer Stellungnahme von Oad. "Unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen und ihren Angehörigen." Aktuell könnten noch keine weiteren Informationen gegeben werden. "Sobald mehr Klarheit herrscht, werden wir selbstverständlich die Angehörigen der betroffenen Reisenden so schnell wie möglich informieren und unterstützen." Die Graubündener Polizei richtete eine Hotline für Verwandte und ausländische Konsulate ein.
Der Schweizer Präsident Guy Parmelin äußerte sich "zutiefst schockiert und bestürzt" über das Unglück. Die Behörden würden den Unfall umfassend und gründlich aufklären, kündigte er auf X an. Wie die niederländische Zeitung "Algemeen Dagblad" berichtet, war der Bus mit der Reisegruppe am Montag Richtung Österreich aufgebrochen. Am Unglückstag habe ein Tagesausflug in die Schweiz auf dem Programm gestanden. Der Bus trug das Logo des Reisebusunternehmens Hartemink aus Eibergen. Eibergen ist eine Ortschaft in der Provinz Gelderland, die nicht weit von der Grenze zu Nordrhein-Westfalen entfernt liegt.
