Panorama

Erdstöße bis nach Indien spürbar Schweres Beben erschüttert Myanmar

Im Norden Myanmars bebt plötzlich die Erde: Auf der Richterskala messen Geologen eine Stärke von 6,9. Offizielle Berichte über Schäden oder Opfer liegen zunächst nicht vor.

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Im Norden Myanmars hat sich ein starkes Erdbeben ereignet. Geologen gaben zunächst eine Stärke von etwa 7,1 bis 7,2 auf der Richterskala an. Die US-Geologiebehörde gab die Stärke mit 6,9 an. Diese Werte werden erfahrungsgemäß später nach unten korrigiert. Das Beben ereignete sich um 20:25 Uhr Ortszeit (15:55 Uhr MEZ) in der Grenzregion zu Indien und Bangladesch. Die Erdstöße sollen Berichten zufolge auch in den Nachbarländern zu spüren gewesen sein.

Demnach lag das Epizentrum in einer Tiefe von etwa 130 Kilometern. Bei Erdbeben dieser Art halten sich die Schäden oft in Grenzen. Die Stadt Mawlaik mit rund 10.000 Einwohnern liegt nur etwa 74 Kilometer vom Epizentrum entfernt. Offizielle Berichte über Schäden oder Opfer lagen zunächst nicht vor. Der Norden von Myamar ist eine zerklüftete, sehr bergige Region, die nicht sehr dicht besiedelt ist. Die meisten Touristen halten sich weiter südlich in der Tempelstadt Bagan oder am Inle-See auf.

In der Hafenstadt Rangun - 800 Kilometer südlich des Epizentrums - seien Menschen in Panik auf die Straßen gerannt, berichteten Einwohner. In Kolkata (früher Kalkutta) in Indien seien Lampen und Deckenventilatoren hin- und hergeschwungen. Auch in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka klirrte Geschirr, und in Nepal wurden die Menschen an die verheerenden Erdstöße vor fast genau einem Jahr erinnert. 

Weltweit gibt es nur etwa 18 Erdbeben dieser Stärke pro Jahr.

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Quelle: n-tv.de, jug/AFP