Panorama

Erneute Eruption des Kilauea Schweres Erdbeben erschüttert Hawaii

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Lava und Funken peitschen nach der Eruption des Kilauea durch ein nahegelegenes Waldgebiet.

(Foto: AP)

Erst bricht der Vulkan Kilauea aus und reißt im Osten der hawaiianischen Hauptinsel die Erdoberfläche auf. Nun folgen weitere schwere Erdbeben, die den Vulkan wieder Funken sprühen lassen.

Ein neues Erdbeben hat den US-Bundesstaat Hawaii erschüttert und zu weiteren Eruptionen des Vulkans Kilauea geführt. Das Zentrum des Bebens der Stärke 6,9  befand sich in fünf Kilometern Tiefe an der Südseite des Vulkans und damit relativ nah an der Erdoberfläche, wie die US-Erdbebenwarte mitteilte. Nur eine Stunde zuvor war es an gleicher Stelle zu einem Beben der Stärke 5,4 gekommen.

Ob Menschen zu Schaden kamen, war zunächst ebenso unklar wie das Ausmaß möglicher Sachschäden. Die Katastrophenschutzbehörde im Bezirk Hawaii County hatte die 1700 Anwohner angewiesen, die Gefahrenzone umgehend zu verlassen. Rund 10.000 weitere Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser vorsorglich freiwillig zu verlassen. Dem Pacific Tsunami Warning Center zufolge bestand aber keine Tsunami-Gefahr.

Die Feuerwehr berichtet jedoch von einem "extrem hohen Gehalt an gefährlichen Schwefelgasen" in dem Evakuierungsgebiet, erklärte die lokale Zivilschutzbehörde. Der Ausbruch gehe weiter, es gebe "aktive vulkanische Fontänen". Luftaufnahmen zeigen orangefarbene Lava, die aus einer 150 Meter langen Erdspalte in die Luft gespuckt wurde. An einer Straße im Wohngebiet Leilani im Südosten der Insel quollen Rauch und Lava aus dem Erdinneren nach oben. Auf Fernsehaufnahmen sind Lavaströme in einem Waldgebiet zu sehen. 

Behörden warnen vor potentiell giftigen Gasen

Die Behörden warnten zudem vor potenziell tödlichen giftigen Gasen und umherfliegenden Gesteinsbrocken. Für die Betroffenen der Evakuierungsaktion wurden Notunterkünfte in Gemeindezentren eingerichtet. Um Katastrophenschutzmittel freizugeben, wurde für das betroffene Gebiet der Notstand ausgerufen. Gouverneur David Ige mobilisierte zudem die Nationalgarde.

Der Kilauea war bereits am Donnerstag nach einer Reihe von Erdbeben auf der hawaiianischen Hauptinsel Big Island, der größten Insel der Gruppe im Pazifik, ausgebrochen und hatte heiße Asche und glühende Lava gespuckt. Unter anderem riss die Eruption einen gewaltigen Riss in eine anliegende Landstraße.

In den Tagen zuvor hatte es rund hundert kleine Erdstöße gegeben. Am Donnerstagvormittag ereignete sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS dann ein Beben der Stärke 5,0 südlich des Puu-Oo-Kraters am Kilauea. Der Kilauea ist einer der aktivsten Vulkane der Welt.

Quelle: ntv.de, lou/dpa/AFP