Panorama

RKI meldet 3520 Neuinfektionen Sieben-Tage-Inzidenz jetzt bei 16

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Seit Beginn der Pandemie zählt das RKI insgesamt 3.769.608 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

(Foto: picture alliance / SULUPRESS.DE)

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gestiegen - und hat sich somit innerhalb der letzten drei Wochen verdreifacht. Noch ist der Wert wenig besorgniserregend. Auch die Zahl der neuen Todesfälle ist gering. Doch die Tendenz ist eindeutig: Die Infektionskurve steigt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in gut drei Wochen auf mehr als das Dreifache gestiegen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) von heute Morgen liegt sie aktuell bei 16,0 - am Vortag betrug der Wert 15,0 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 3520 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus den Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.19 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 1890 Ansteckungen gelegen, wahrscheinlich fehlten damals jedoch 19 Neuinfektionen aus Brandenburg.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 10 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 42 Todesfälle gewesen. Nach Angaben des RKI hat es seit Beginn der Pandemie 3.769.608 laborbestätigte Corona-Infektionen gegeben. Die Zahl der neu gemeldeten Fälle gibt die Behörde mit 3520 an. Gleichzeitig wurde die Gesamtfallzahl im RKI-Dashboard über Nacht deutlich nach oben korrigiert. Am Mittwoch betrug sie noch 3.761.169. Am heutigen Donnerstag meldete das RKI hingegen 3.769.608 Fälle seit Anfang 2020. Das ergibt eine Differenz von 8439 Fällen.

Die Zahl der neu bekannt gewordenen Todesfälle, die aktuell mit +10 angegeben wird, weicht ebenfalls von dem Wert ab, der sich rechnerisch aus dem heutigen Wert (91.702) und dem Vortagesstand (91.586) ergibt. Die Differenz beträgt sehr viel mehr als 10, nämlich 116. Die Zahl der Genesenen, die vom RKI anhand der Meldedaten geschätzt wird, fiel am Donnerstag hingegen ungewöhnlich hoch aus.

Diese Unstimmigkeiten in den Zahlen betreffen alle Bundesländer. Möglicherweise handelt es sich um einen technischen Fehler. Denkbar ist aber auch eine nachträgliche, einmalige Korrektur der Fallzahlen mit zahlreichen, länger zurückliegenden Fällen. Zu klären wäre in diesem Fall, warum das RKI diese Nachmeldungen nicht - wie sonst üblich - in die Zahl der neu gemeldeten Fälle integriert. Eine Nachfrage von ntv.de blieb bisher unbeantwortet.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

Quelle: ntv.de, hny/dpa

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